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Antiquitäten Wien

Technik, Musik & Mode

Vintage-Mode, Handtaschen & Accessoires verkaufen in Wien

Antiquitäten Wien kauft Mode und Accessoires mit Sammlerwert – Designer-Handtaschen und Reisegepäck, Couture und Wiener Mode der Moderne, Petit-Point-Taschen, Hüte, Seidentücher und Modeschmuck.

Wien war um 1900 eine Modestadt eigener Prägung. Die Schwestern Flöge führten ab 1904 an der Mariahilfer Straße einen Modesalon, dessen Kleider Gustav Klimt mitentwarf, und die Wiener Werkstätte richtete unter Eduard Josef Wimmer-Wisgrill eine eigene Modeabteilung ein. Knize am Graben kleidete seit 1858 Herren, Madame d'Ora fotografierte Mode und Gesellschaft. Wiener Petit-Point-Stickerinnen fertigten Taschen, die in alle Welt verkauft wurden, und Handschuhmacher, Hutmacher und Schuhmacher belieferten Hof und Bürgertum. Später kamen in Wiener Kleiderkästen Taschen von Hermès, Chanel und Louis Vuitton hinzu.

In Nachlässen begegnen uns Handtaschen in Staubbeuteln, Seidentücher in Schachteln, Hüte in Hutschachteln, Pelzmäntel, Abendkleider, Maßanzüge, Schrankkoffer auf dem Dachboden und Kassetten voller Modeschmuck. Gesucht sind Stücke bekannter Häuser, Wiener Handwerksarbeiten, Mode der Wiener Moderne und Kleidung mit klarer Zeitsignatur von den 1920er- bis in die 1990er-Jahre. Gewöhnliche Kleidung ohne Marke und Konfektionsware haben dagegen keinen Sammlerwert. Wir sichten Kästen und Laden deshalb zuerst gemeinsam mit Ihnen. Auch Hutschachteln, Kleidersäcke und Kaufbelege helfen bei der Einordnung.

Den Wert bestimmen Haus, Modell, Material, Erhaltung und Vollständigkeit. Bei Taschen zählen Ecken, Henkel, Futter, Beschläge und Geruch, bei Textilien Flecken, Mottenfraß, Verfärbungen und Änderungen. Staubbeutel, Box, Kaufbeleg, Schloss, Schlüssel und Echtheitskarte erhöhen das Interesse deutlich. Kaum ein Gebiet ist so stark von Fälschungen betroffen wie Designer-Taschen; wir prüfen Nähte, Prägungen, Datumscodes, Beschläge und Material Stück für Stück. Unbekannte Herkunft schließt den Ankauf nicht aus, eine nachweislich gefälschte Ware dagegen schon.

Zur Ersteinschätzung genügen uns Fotos per WhatsApp oder über das Formular: Vorder- und Rückseite, Innenfutter mit Prägung oder Etikett, Seriennummer oder Datumscode, Beschläge und Gebrauchsspuren. Danach kommen wir kostenlos zur Besichtigung, in jeden der 23 Bezirke. Bezahlt wird bar oder per Überweisung, auf Wunsch holen wir ab, auch Schrankkoffer und Pelzmäntel. Kleidung ohne Sammlerwert, die aus einer Wohnung entfernt werden soll, übernimmt im Rahmen einer Räumung auf Wunsch unsere Schwesterseite.

Objektgruppen

21 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.

Wovon der Wert abhängt

  • Haus und Modell

    Marke, Modell und Größe bestimmen die Nachfrage. Klassiker wie Kelly, Birkin oder 2.55 haben einen eigenen, stabilen Markt.

  • Echtheit

    Datumscodes, Seriennummern, Prägungen, Nähte und Beschläge belegen die Echtheit. Gefälschte Ware kaufen wir nicht.

  • Zustand

    Ecken, Henkel, Futter, Beschläge und Geruch bei Taschen, Flecken, Mottenfraß und Änderungen bei Kleidung sind entscheidend.

  • Vollständigkeit

    Staubbeutel, Box, Kaufbeleg, Schloss, Schlüssel und Echtheitskarte steigern das Interesse erheblich.

  • Material

    Exotische Leder, seltene Farben und Edelmetallbeschläge erhöhen den Wert. Geschützte Arten setzen Nachweise voraus.

  • Zeitsignatur

    Stücke, die eine Epoche klar verkörpern, etwa Wiener Werkstätte, 1920er-Jahre oder Space Age, sind gesuchter als zeitlose Basics.

Originale erkennen

Designer-Taschen tragen innen Prägungen, Etiketten und oft Codes, die Werkstatt und Herstellungszeit verschlüsseln. Louis Vuitton verwendet seit den 1980er-Jahren Datumscodes aus Buchstaben und Ziffern, Hermès einen kleinen Blindstempel mit Jahresbuchstaben und Kennzeichen des Sattlers, Chanel ab den 1980er-Jahren Seriennummernaufkleber mit passender Karte. Echte Stücke zeigen gleichmäßige, schräge Sattlerstiche, sauber geprägte Schrift und schwere, gravierte Beschläge. Fälschungen verraten sich an ungleicher Prägung, falscher Schriftart, leichten Beschlägen und Kunststoffgeruch.

Kleidung trägt Etiketten mit Haus, Linie und manchmal einer Nummer; Haute-Couture-Stücke haben häufig handgeschriebene Nummern oder Kundennamen auf einem Bandetikett. Ältere Kleider zeigen Metallreißverschlüsse, Handnähte an Säumen und Futter und Konfektionsgrößen ihrer Zeit. Wiener Werkstätte-Mode trägt eingewebte oder gestempelte Marken, oft mit dem Signet WW. Bei Petit-Point-Taschen sind Bügel und Verschluss häufig punziert, bei Pelzen nennt ein eingenähtes Etikett den Kürschner und manchmal den Kunden.

Pelze und Leder geschützter Arten, etwa von Raubkatzen, Krokodilen, Alligatoren oder Pythons, unterliegen dem Artenschutz (CITES, VO (EG) 338/97); wir übernehmen sie nur mit den erforderlichen Nachweisen, bei neueren Taschen etwa der mitgelieferten CITES-Bescheinigung. Accessoires mit Elfenbein, Schildpatt oder Koralle, etwa Haarkämme, Fächer oder Stockgriffe, kaufen wir nur mit Nachweis (VO (EU) 2021/2280). Gefälschte Markenware ist vom Ankauf ausgeschlossen.

Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Künstler

9

Manufakturen & Marken

23

Epochen & Stile

8

Materialien, Techniken & Punzen

11

Fragen zu Vintage-Mode, Handtaschen & Accessoires

Wie erkennen Sie eine echte Designer-Tasche?

An Datumscode oder Seriennummer, Prägung, Stichbild, Beschlägen, Leder und Futter, die zusammenpassen müssen. Wir prüfen jede Tasche einzeln und sagen Ihnen offen, wenn ein Stück nicht echt ist. Kaufbelege und Karten erleichtern die Prüfung.

Kaufen Sie Taschen mit Gebrauchsspuren?

Ja. Abgegriffene Ecken, nachgedunkelte Henkel und Kratzer an Beschlägen mindern den Wert, schließen den Ankauf aber nicht aus. Klassische Modelle bekannter Häuser bleiben auch gebraucht gefragt.

Was ist mit Pelzmänteln aus Nerz oder Persianer?

Für gewöhnliche Pelzmäntel ist der Markt heute klein. Gefragt sind Designerpelze, ungewöhnliche Schnitte und Pelze bekannter Kürschner in sehr gutem Zustand. Pelze geschützter Arten übernehmen wir nur mit Nachweisen.

Kaufen Sie die Garderobe meiner Großmutter?

Wir sehen sie gern an. Designerstücke, Couture, Wiener Handwerksarbeiten und Kleidung mit klarer Zeitsignatur kaufen wir, gewöhnliche Konfektionskleidung nicht. Den Rest übernimmt auf Wunsch unsere Schwesterseite im Rahmen einer Räumung.

Soll ich Kleidung vor dem Verkauf reinigen lassen?

Bitte nicht. Chemische Reinigung kann alte Seide, Perlen und Pailletten beschädigen. Lüften und Ausbürsten genügt; Flecken bewerten wir, wie sie sind.

Was gehört zu einer Tasche dazu?

Staubbeutel, Box, Kaufbeleg, Echtheitskarte, Schloss, Schlüssel und abnehmbare Riemen. Je vollständiger eine Tasche ist, desto höher das Interesse. Bitte suchen Sie diese Teile vor der Besichtigung zusammen.

Kaufen Sie Taschen aus Krokodilleder?

Ja, wenn der legale Erwerb belegt ist. Neuere Taschen bekannter Häuser werden mit einer CITES-Bescheinigung verkauft, die wir sehen müssen; bei älteren Stücken prüfen wir die Nachweislage im Einzelfall.

Haben Hermès-Tücher einen Wert?

Ja. Für die Bewertung zählen Motiv, Entwerfer, Ausgabe, Farbstellung und Zustand. Echte Carrés haben einen handgerollten Saum und eine klar gedruckte Signatur im Motiv. Verfärbungen, Löcher und Flecken mindern den Wert.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.