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Material: Glas

Pâte-de-verre

Glasmasse aus zerstoßenem Glas, in Formen geschmolzen, mit wachsartig matter Oberfläche, ein Spezialgebiet französischer Künstler um 1900.

Bei der Pâte-de-verre wird zerstoßenes Glas mit Bindemittel und Farbpigmenten zu einer Paste vermischt, in eine Hohlform gefüllt und im Ofen geschmolzen. Die Technik geht auf antike Vorbilder zurück und wurde in den 1880er-Jahren von Henri Cros wiederbelebt. Um 1900 und in den 1920er-Jahren schufen François Décorchemont, Gabriel Argy-Rousseau und Amalric Walter, der für die Cristallerie Daum in Nancy arbeitete, Schalen, Vasen, Figuren und Briefbeschwerer in dieser Technik.

Pâte-de-verre ist durchscheinend, aber nicht klar, und zeigt eine matte, wachsartige Oberfläche mit feiner Körnung. Farben gehen fließend ineinander über, oft mit kleinen Bläschen. Die Wandung ist dick, das Gewicht hoch. Signaturen sind meist eingeformt, etwa „A. Walter Nancy“ oder „G. Argy-Rousseau“. Gepresstes oder geätztes Glas wirkt im Vergleich glatter und gleichmäßiger. Im Gegenlicht leuchtet die Masse weich und diffus.

Signierte Arbeiten der genannten Künstler sind selten und gesucht. Risse, Chips und Brandfehler mindern den Wert. Nachahmungen mit eingeformten Signaturen existieren; sie zeigen oft grelle Farben, scharfe Formkanten und eine zu glatte Oberfläche ohne die typische Körnung. Bei Briefbeschwerern und Kleinplastiken lohnt der Blick auf die Unterseite, wo die Signatur meist sitzt.

So prüfen Sie es

  • matte, wachsartige Oberfläche
  • durchscheinend, nicht klar
  • fließende Farbübergänge
  • eingeformte Signatur
  • dicke Wandung

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.