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Künstler: Wiener Werkstätte

Josef von Divéky

Grafiker, Illustrator, 1887–1951, Farmos (Ungarn) – Sopron

Ungarischer Löffler-Schüler; Postkarten der Wiener Werkstätte und Buchillustrationen, später in der Schweiz und in Ungarn tätig.

Josef von Divéky wurde 1887 im ungarischen Farmos geboren und studierte an der Wiener Kunstgewerbeschule in der Fachklasse für Malerei von Bertold Löffler, der auch Oskar Kokoschka und Josef Binder ausbildete. In Wien zeichnete er für die Wiener Werkstätte und arbeitete als Illustrator. Später lebte er in der Schweiz und in Ungarn und arbeitete weiter als Grafiker. Er starb 1951 in Sopron.

Für die Wiener Werkstätte entwarf Divéky Postkarten, darunter humorvolle Szenen und Figuren mit kräftiger Kontur und flächiger Farbe, die den Einfluss Löfflers zeigen. Er illustrierte Bücher und gestaltete Gebrauchsgrafik, Exlibris und Plakate. Seine Arbeiten im Handel sind vor allem Postkarten, Buchillustrationen und Druckgrafik; Originalzeichnungen sind selten. Die Postkarten der Wiener Werkstätte erschienen ab 1907 in nummerierten Serien und wurden lithografisch gedruckt.

Karten der Wiener Werkstätte nach Divéky tragen rückseitig Verlagsvermerk und Nummer und sind im Werkverzeichnis der WW-Postkarten verzeichnet. Lithografisch gedruckte Originalkarten haben eine samtige Farbschicht; Nachdrucke sind gerastert. Bei Büchern aus Schweizer und ungarischen Verlagen helfen Impressum und Erscheinungsjahr. Originalzeichnungen brauchen einen Vergleich mit gesicherten Blättern in Museumsbesitz, etwa im MAK.

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