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Künstler: Wiener Moderne

Remigius Geyling

Maler, Grafiker, Bühnenbildner, 1878–1974, Wien

Ausstattungschef des Burgtheaters 1909–1911 und 1922–1945, Erfinder der Bühnenprojektion und Professor an der Kunstgewerbeschule.

Remigius Geyling, Sohn des Historienmalers Rudolf Geyling und Großneffe des Glasmalers Carl Geyling, studierte an der Wiener Akademie. 1909–1911 und erneut 1922–1945 leitete er Bühnenbild und Kostüm am Burgtheater. Ihm wird die Erfindung der Bühnenprojektion zugeschrieben, erstmals 1925 bei „Peer Gynt“ am Burgtheater eingesetzt. Er war Gründungsmitglied des Österreichischen Werkbunds und lehrte 1926–1946 als Professor an der Kunstgewerbeschule. Geyling starb 1974 in Wien.

Um 1920 entwarf Geyling für die Glasmalerei-Werkstätte seiner Familie, deren Fenster in Kirchen der Monarchie erhalten sind. Seine Plakate und Gebrauchsgrafik folgen der klaren Flächengliederung der Wiener Moderne. Für die Bühne arbeitete er mit Projektion und farbigem Licht und entwarf Kostümfigurinen, meist in Aquarell und Deckfarbe, mit Rollennamen beschriftet. Das Theatermuseum bewahrt Entwürfe zu Inszenierungen wie „Peer Gynt“ und „Caesar und Cleopatra“.

Geyling-Plakate sind Lithografien mit Druckvermerk; Faksimiles späterer Jahrzehnte zeigen Rasterpunkte und frisches Papier. Bühnen- und Kostümentwürfe stammen aus Theater- oder Nachlassbesitz und tragen oft Inszenierungsangaben, Rollen und Akte; das Theatermuseum bietet Vergleichsstücke. Bei Glasfenster-Entwürfen ist die Abgrenzung zu anderen Mitgliedern der Familie Geyling zu klären. Fotos der Inszenierungen helfen, Entwürfe einer Produktion zuzuordnen.

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