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Künstler: Kunstgewerbeschule & Keramik

Eduard Klablena

Keramiker, 1881–1933, Bučany (Neutra) – Langenzersdorf

Gründer der Keramikwerkstatt in Langenzersdorf (1911); Tierfiguren und Fantasiewesen, 842 Objekte für die Wiener Werkstätte 1912–1919.

Eduard Klablena kam 1883 mit seiner Familie nach Langenzersdorf bei Wien. Er lernte im Atelier des Bildhauers Karl Waschmann und studierte an der Wiener Kunstgewerbeschule. 1909/10 lieferte er Modelle an die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin. 1911 gründete er nach seiner Rückkehr nach Österreich eine eigene Keramikwerkstatt in Langenzersdorf, deren Figuren ab demselben Jahr im Museum für Kunst und Industrie ausgestellt wurden. Er starb 1933 in Langenzersdorf.

Klablena modellierte Menschen und vor allem Tiere, oft als Fantasiewesen mit menschlichen Zügen, in leuchtenden Glasuren. 1912–1919 lieferte er 842 Keramiken an die Wiener Werkstätte, darunter die Tierfantasie „Theaterdirektor“ (WW 885) und die Vogelfantasie „Lüstling“. Er arbeitete auch für Keramos. Seine Langenzersdorfer Keramik verbindet Wiener Jugendstil mit volkstümlichem Humor. Mit 842 Objekten in sieben Jahren gehörte er zu den produktivsten Keramiklieferanten der Werkstätte.

Klablena-Keramiken tragen auf der Unterseite häufig das Monogramm „EK“, bei Stücken der Wiener Werkstätte zusätzlich deren Marke und eine Modellnummer. Die Langenzersdorfer Ware ist nicht durchgehend gemarkt; Stil und Glasur entscheiden dann. Keramos-Ausformungen tragen die Keramos-Marke. Abplatzungen an Schnäbeln, Ohren und Schwänzen sind häufig und oft retuschiert; UV-Licht macht solche Retuschen sichtbar.

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