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Künstler: Expressionismus

Oskar Kokoschka

Maler, Grafiker, Dichter, 1886–1980, Pöchlarn – Wien – Villeneuve

Expressionist aus Pöchlarn; von „Die träumenden Knaben“ (1908) bis zu den Lithografie-Folgen der Nachkriegszeit reicht ein großes druckgrafisches Werk.

Oskar Kokoschka studierte 1904–1909 an der Kunstgewerbeschule am Stubenring und arbeitete für die Wiener Werkstätte. Mit seinen Beiträgen zur Kunstschau 1908 und dem Drama „Mörder, Hoffnung der Frauen“ (1909) löste er Skandale aus; Adolf Loos vermittelte ihm Porträtaufträge. Nach der Beziehung zu Alma Mahler und einer schweren Verwundung im Ersten Weltkrieg lehrte er 1919–1923 an der Dresdner Akademie. 1934 ging er nach Prag, 1938 nach London, ab 1953 lebte er in Villeneuve am Genfersee.

Frühe Bildnisse wie jene von Adolf Loos oder Peter Altenberg zeigen nervöse Linien und durchscheinende Farbschichten. „Die Windsbraut“ (1913/14) verarbeitet die Beziehung zu Alma Mahler. Später folgten Städtebilder aus erhöhter Perspektive, darunter Ansichten von Prag, London und Wien. Druckgrafisch begann er mit den Farblithografien zu „Die träumenden Knaben“, die 1908 die Wiener Werkstätte verlegte; nach 1945 entstanden große Lithografie- und Radierfolgen wie „Die Odyssee“ und „King Lear“.

Gemälde tragen häufig das Monogramm „OK“, Druckgrafik meist eine Bleistiftsignatur. Die Druckgrafik verzeichneten Hans Maria Wingler und Friedrich Welz, die Gemälde Johann Winkler und Katharina Erling. Neben signierten Auflagen kursieren unsignierte Abzüge, Ausstellungsplakate im Offset und Faksimiles der „Träumenden Knaben“. Bei Zeichnungen und Aquarellen gibt es Fälschungen; die Fondation Oskar Kokoschka in Vevey dokumentiert das Werk und hilft beim Abgleich.

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