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Künstler: Wiener Werkstätte

Mathilde Flögl

Malerin, Grafikerin, Textilkünstlerin, 1893–1958, Mähren – Salzburg

Entwerferin der Wiener Werkstätte 1916–1931; Stoffe, Tapeten, Keramik und das Layout der Jubiläumsschrift „Die Wiener Werkstätte 1903–1928“.

Mathilde Flögl besuchte 1907–1909 die Fachschule für Weberei in Zwittau und studierte 1909–1916 an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Josef Hoffmann, Alfred Roller, Oskar Strnad, Adele von Stark, Rudolf von Larisch, Franz Čižek und Anton von Kenner. 1916–1931 arbeitete sie für die Wiener Werkstätte und gehörte den Künstlerwerkstätten an. 1931–1935 führte sie ein eigenes Atelier für Mode und Innenarchitektur. Sie starb 1958 in Salzburg.

Flögls Arbeitsfeld war breit: Keramik, Elfenbein, Leder, Holz, Gebrauchsgrafik, Email, Glasdekore, Stoffe, Mode, Spitzen, Tüllstickereien, Stofftaschen und Tapeten. Sie malte Wände in Räumen, die Hoffmann einrichtete, darunter das Grabencafé. Sie arbeitete an den Mappenwerken „Die Mode“ (1914/15) und „Das Leben einer Dame“ (1916) mit und gestaltete die Jubiläumsschrift „Die Wiener Werkstätte 1903–1928“. Werke besitzen das MAK, das Kyoto Costume Institute und die Smithsonian Institution.

Die Jubiläumsschrift ist ein gesuchtes Sammelobjekt; Vollständigkeit der Tafeln und Zustand des Einbands bestimmen ihren Wert. Stoffe der Wiener Werkstätte sind über Musternamen und Druckstempel auf der Webkante zu bestimmen, die Zuschreibung an Flögl über die Musterbücher im MAK. Keramik und Elfenbein tragen die Werkstättenmarke; für Elfenbeinteile gelten die EU-Regeln seit 19. Jänner 2022, ein Ankauf braucht die vorgeschriebenen Nachweise.

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