Künstler: Kunsthandel, Sammler & Mäzene
Fritz Waerndorfer
Industrieller, Mäzen, Mitbegründer der Wiener Werkstätte, 1868–1939, Wien – USA
Textilindustrieller und Geldgeber der Wiener Werkstätte, die er 1903 mit Josef Hoffmann und Koloman Moser gründete.
Fritz Waerndorfer, 1868 in Wien in eine Familie von Baumwollindustriellen geboren, kam auf Reisen nach Großbritannien mit der Arts-and-Crafts-Bewegung in Berührung und lernte Charles Rennie Mackintosh kennen. 1903 gründete er mit Josef Hoffmann und Koloman Moser die Wiener Werkstätte und finanzierte sie über ein Jahrzehnt. Nach hohen Verlusten schied er 1914 aus und wanderte in die USA aus, wo er 1939 starb.
Für sein Haus entwarf Mackintosh 1902 einen Musiksalon, Hoffmann ein Speisezimmer. Waerndorfer besaß Klimts Gemälde „Die Hoffnung I“ (1903), das hinter Flügeltüren in einem von Moser entworfenen Schrein hing. 1907 finanzierte er das Cabaret Fledermaus, das die Wiener Werkstätte bis zu Programmheften, Plakaten und Geschirr ausstattete; Egon Friedell trat dort auf, Oskar Kokoschka zeigte ein Schattenspiel.
Programmhefte, Plakate und Postkarten des Cabaret Fledermaus, Gebrauchsgegenstände der Wiener Werkstätte und Möbel aus Waerndorfers Haus sind gesuchte Belege der Gründerjahre. Eine Herkunft aus seinem Besitz lässt sich über Fotos des Hauses in zeitgenössischen Zeitschriften und über das Archiv der Wiener Werkstätte im MAK prüfen. Auf den Objekten erscheinen Rosenmarke, WW-Monogramm und Monogramme von Entwerfer und Ausführendem.
Epochen & Stile
Fritz Waerndorfer verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
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