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Künstler: Secession

Max Kurzweil

Maler, Grafiker, 1867–1916, Bisenz – Wien

Gründungsmitglied der Secession und Redakteur von Ver Sacrum; bekannt für die „Dame in Gelb“ (1899) und den Farbholzschnitt „Der Polster“ (1903).

Max Kurzweil stammte aus einer Zuckerbäckerfamilie in Bisenz, die nach Wien übersiedelte, maturierte 1886 am Schottengymnasium und studierte an der Akademie bei Christian Griepenkerl. 1892 war er erstmals in Paris und der Bretagne; 1895 heiratete er Martha Guyot, Tochter des Vizebürgermeisters von Concarneau. 1897 gründete er die Secession mit, war Redakteur und Illustrator von Ver Sacrum und trat 1905 mit der Klimt-Gruppe aus. Ab 1909 lehrte er an der Wiener Frauenakademie. Im Mai 1916 nahm er sich gemeinsam mit seiner Schülerin Helene Heger das Leben.

Sein bekanntestes Gemälde, „Dame in Gelb“ (1899, Wien Museum), zeigt seine Frau auf einem Sofa, umhüllt von einem großflächigen gelben Kleid. Kurzweil malte bretonische Küstenbilder wie „Die Küste bei Concarneau“, Bildnisse und Interieurs mit gedämpftem Licht. Für die XVII. Secessionsausstellung 1903 entwarf er das Plakat. Zu seinen Farbholzschnitten zählt „Der Polster“ (1903). In der Druckgrafik arbeitete er mit wenigen, klar getrennten Farbflächen und knapper Umrisslinie.

Durch den frühen Tod ist das Werk überschaubar, was Fälschungen eher auffallen lässt. Signatur und Datierung sind mit dokumentierten Bildern abzugleichen. Bei Holzschnitten entscheidet das Papier: Heftseiten aus Ver Sacrum zeigen Falz, Satzspiegel oder Text auf der Rückseite, separat gedruckte Abzüge haben breitere Ränder. Nachdrucke aus Jugendstil-Bildbänden kommen gerahmt als vermeintliche Originale vor; unter der Lupe verrät sie das Druckraster.

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