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Antiquitäten Wien

Jugendstil & Wiener Werkstätte im 6. Bezirk, 1060 Wien

Jugendstil aus Mariahilf: Majolikahaus, Salon Flöge, Mollardmühle

Otto Wagners Häuser an der Linken Wienzeile, der Modesalon der Schwestern Flöge in der Casa Piccola und Thonets Gumpendorfer Anfänge – Mariahilf trägt die Wiener Moderne im Stadtbild.

Großbürgerliche Straßenwohnungen der Gründerzeit säumen die Linke Wienzeile, die Gumpendorfer und die Mariahilfer Straße; ihre hohen Räume tragen Luster und große Spiegel. In den Hoftrakten Gumpendorfs arbeiteten Seidenweber, Drechsler und Tischler; manche Werkstatt wurde zum Atelier von Grafikern und Architekten. In Verlassenschaften treffen deshalb bürgerliche Möbel auf Musterbücher, Stoffreste und Werkzeug. Für diese Sparte heißt das: Neben Glas und Metall tauchen hier überdurchschnittlich oft Textilien, Accessoires und Kleidung aus der Zeit um 1910 auf.

1904 statteten Josef Hoffmann und Koloman Moser den Salon der Schwestern Flöge aus, der im Haus Mariahilfer Straße 1b lag, der Casa Piccola; Reformkleider entwarf Gustav Klimt, der Emilie Flöge lebenslang verbunden war. Otto Wagner baute 1898/99 die Häuser Linke Wienzeile 38 mit Mosers vergoldeten Medaillons und Nummer 40, das Majolikahaus, dessen Fliesen nach Alois Ludwig die Wienerberger Ziegelfabrik fertigte. Ab 1853 arbeitete die Firma Gebrüder Thonet in der Mollardmühle in Gumpendorf, bevor sie in Mähren ihre großen Fabriken baute.

Kleider, Gürtel und Stoffe bitte nicht waschen oder bügeln: Webkanten, Etiketten und Nähte verraten Atelier und Hersteller. Hängen Luster in einer Wohnung an der Wienzeile, nehmen wir sie nach Absprache mit einem Elektriker ab und tragen sie über das Stiegenhaus, das in vielen Gründerzeithäusern eng gewendelt ist. Bei Werkstattnachlässen in Gumpendorfer Höfen sortieren wir Musterbücher und Entwürfe vor Ort, bevor der Rest entsorgt wird.

Was in Mariahilf häufig auftaucht

  • Kleider, Accessoires und Stoffe der Wiener Moderne – Modesalon Schwestern Flöge und Schneiderateliers des Bezirks
  • Bugholzmöbel von Gebrüder Thonet – frühe Produktion in der Mollardmühle in Gumpendorf
  • Luster und Spiegel um 1900 – hohe Altbauräume an der Linken Wienzeile
  • Musterbücher und Stoffmuster – ehemalige Werkstätten und Ateliers in Gumpendorfer Höfen

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 6. Bezirk.

Künstler

64

Manufakturen & Marken

52

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

26

Fragen zu Jugendstil & Wiener Werkstätte

Welche Postkarten der Wiener Werkstätte sind gesucht?

Gesucht sind Karten bekannter Künstler wie Oskar Kokoschka, Egon Schiele, Rudolf Kalvach oder Moriz Jung, ungelaufene Karten in gutem Zustand und seltene Nummern. Die Nummer auf der Rückseite erlaubt die Bestimmung von Serie und Entwerfer.

Sind Möbel nach Hoffmann von Wittmann auch interessant?

Wittmann fertigt seit den 1970er-Jahren Möbel nach Entwürfen Josef Hoffmanns in Lizenz. Sie sind Neuauflagen und werden anders bewertet als Möbel der Entstehungszeit von Kohn, Thonet oder Wiener Tischlern.

Soll ich angelaufenes Silber polieren?

Bitte nicht. Der originale Hammerschlag und die Oberfläche gehören zum Wert, Politur kann Details und Marken abtragen. Eine fachgerechte Reinigung ist nach dem Ankauf möglich.

Kaufen Sie auch Arbeiten von Schülerinnen der Kunstgewerbeschule?

Ja. Keramik, Stoffe, Emailarbeiten und Zeichnungen aus den Klassen von Hoffmann, Powolny oder Cizek sind gesucht, besonders mit Signatur oder Klassenvermerk.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.