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Jugendstil & Wiener Werkstätte im 16. Bezirk, 1160 Wien

Jugendstil und Wiener Moderne in Ottakring

Otto Wagners Stadtbahnbögen am Lerchenfelder Gürtel, der Sandleitenhof von Wagner-Schülern und Joseph Binders Meinl-Logo: Ottakring zeigt die Moderne im Alltag.

Um Brunnenmarkt, Yppenplatz und Thaliastraße liegen kleine Gründerzeitwohnungen, am Hang zum Wilhelminenberg Gemeindebauten, Genossenschaftsbauten und Einfamilienhäuser, im Liebhartstal ältere Winzer- und Landhäuser mit Kellern. Ottakring war einer der größten Arbeiterbezirke Wiens; Jugendstil und Moderne begegnen hier in Gebrauchsform: Gläser, Zinn, Werbegrafik, Wandteller, später Keramik der 1920er-Jahre aus der Erstausstattung von Gemeindewohnungen. Viele ältere Mieter haben ihre Gemeindewohnung nie gewechselt, die Bestände sind entsprechend vollständig.

Otto Wagner baute die Stadtbahnbögen und Stationen am Lerchenfelder Gürtel, die den Bezirk von der Josefstadt trennen. Am Sandleitenhof (1924–1928) arbeiteten unter anderen Emil Hoppe und Otto Schönthal, beide aus der Wagnerschule, sowie Siegfried Theiss und Hans Jaksch. Julius Meinl führte im Bezirk sein Werk; das Firmenlogo von 1924 stammt von Joseph Binder, der an der Kunstgewerbeschule studiert hatte. Das Volksheim am Ludo-Hartmann-Platz eröffnete 1905, im selben Jahrzehnt wie die Wiener Werkstätte.

Liegen Bestände im Weinkeller eines Hauses im Liebhartstal, leiden Holz und Papier unter der Feuchtigkeit, Metall läuft an; bitte nicht polieren, bevor wir es gesehen haben. In den Gemeindebauten von Sandleiten sehen wir Wohnung und Kellerabteil bei einem Besuch durch. Schicken Sie Fotos von Marken und Signaturen per WhatsApp; für Glas genügt eine Aufnahme gegen das Fensterlicht.

Was in Ottakring häufig auftaucht

  • Keramik und Glas der 1920er-Jahre – Erstausstattung der Gemeindewohnungen in Sandleiten
  • Zinn und versilbertes Metall um 1900 – Haushalte in Gründerzeitwohnungen um Brunnenmarkt und Thaliastraße
  • Werbegrafik und Verpackungen im Stil der Moderne – Julius Meinl und Joseph Binders Logo von 1924

Mit Bezug zu Ottakring

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 16. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 16. Bezirk.

Künstler

64

Manufakturen & Marken

52

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

26

Fragen zu Jugendstil & Wiener Werkstätte

Kaufen Sie auch Arbeiten von Schülerinnen der Kunstgewerbeschule?

Ja. Keramik, Stoffe, Emailarbeiten und Zeichnungen aus den Klassen von Hoffmann, Powolny oder Cizek sind gesucht, besonders mit Signatur oder Klassenvermerk.

Ich habe eine komplette Jugendstileinrichtung – wie gehen Sie vor?

Zuerst werden Fotos der Möbel, Marken und Beschläge gesichtet, danach folgt eine Besichtigung vor Ort. Einrichtungen werden möglichst geschlossen bewertet, weil die Zusammengehörigkeit den Wert stützt. Die Abholung wird gemeinsam geplant.

Mein Objekt hat eine WW-Marke – ist es damit echt?

Nicht zwingend. Marken der Wiener Werkstätte wurden häufig gefälscht und nachträglich eingeschlagen. Entscheidend sind Material, Verarbeitung, Proportionen und der Vergleich mit dokumentierten Modellen im Archiv.

Was ist Gitterwerk?

Gitterwerk sind Körbe, Vasen, Jardinieren und Tafelaufsätze aus durchbrochenem Eisenblech mit quadratischem Lochmuster, meist weiß lackiert, seltener aus Silber. Josef Hoffmann und Koloman Moser entwarfen sie ab etwa 1904 für die Wiener Werkstätte.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.