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Künstler: Bildhauerei der Moderne

Richard Luksch

Bildhauer, Keramiker, 1872–1936, Wien – Hamburg

Bildhauer und Keramiker der Wiener Werkstätte; Fayencefiguren für das Palais Stoclet, Arbeiten für Purkersdorf und ab 1907 Professor in Hamburg.

Richard Luksch besuchte die Oberrealschule in Wien, studierte an der Akademie in München und nahm privaten Unterricht an Zeichen- und Malschulen. 1900–1921 war er mit der russischen Malerin und Bildhauerin Elena Luksch-Makowsky verheiratet, mit der er drei Söhne hatte. Im April 1907 wurde er an die Staatliche Kunstgewerbeschule Hamburg berufen, wo er bis 1936 lehrte; 1934 wurde er wegen der Teilnahme an einer NS-kritischen Veranstaltung vorzeitig aus dem Dienst entfernt. Er starb 1936 in Hamburg.

Für die Wiener Werkstätte schuf Luksch Bildwerke und Ausstattungen, darunter Arbeiten für das Sanatorium Purkersdorf und das Palais Stoclet. Seine Fayencefiguren schlanker, stilisierter Frauen für Stoclet gehören zu den bekanntesten Keramiken der frühen Werkstätte. In Hamburg prägte er die Bildhauerausbildung der Kunstgewerbeschule über fast drei Jahrzehnte. Ab 1923 war er mit der Tänzerin Ursula Falke verheiratet. Seine Figuren sind schlank, gelängt und flächig bemalt.

Keramiken nach Luksch tragen, wenn sie über die Wiener Werkstätte vertrieben wurden, deren Marken; frühe Fayencen sind oft nur mit Monogramm oder unbezeichnet. Glasurabplatzungen und ergänzte Teile sind häufig. Arbeiten aus der Hamburger Zeit sind über dortige Sammlungen zu vergleichen. Werke seiner Frau Elena Luksch-Makowsky sind gesondert zuzuordnen und eigens zu bewerten.

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