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Material: Punzen & Marken

WW-Monogramm

Die Marken der Wiener Werkstätte 1903–1932: WW-Monogramm, Rosenmarke und die Monogramme von Entwerfer und Ausführendem.

Die Wiener Werkstätte kennzeichnete ihre Arbeiten von Beginn an systematisch. Das Doppel-W ist das Firmenzeichen, daneben steht die eingetragene Rosenmarke, eine stilisierte Rose. Hinzu kommen die Monogramme des Entwerfers, etwa „JH“ für Josef Hoffmann, „KM“ für Koloman Moser oder „DP“ für Dagobert Peche, und des ausführenden Handwerkers. Silberarbeiten tragen zusätzlich die österreichischen Feingehaltspunzen der jeweiligen Zeit, vor 1922 den Dianakopf mit dem Amtsbuchstaben A.

Die Marken sind eingeschlagen, bei Textilien und Papierarbeiten gedruckt, bei Keramik aufgemalt oder eingeprägt. Unter der Lupe zeigen echte Schlagmarken scharfe Kanten und sitzen plan auf der Oberfläche. Ein vollständiger Satz aus Rosenmarke, WW, Entwerfer- und Meistermonogramm ist bei Silber und Metall die Regel. Auch der Schriftzug „Wiener Werkstätte“ kommt vor, bei Lederwaren und Postkarten häufig gedruckt. Die Punzenperiode muss zum Entwurfsjahr passen.

Kaum ein Bereich des Wiener Kunsthandwerks wird häufiger gefälscht. Nachträglich eingeschlagene Marken auf zeitgenössischer Fremdware, gegossene Kopien mit mitgegossenen Zeichen und Monogramme ohne passende Punze sind bekannte Muster. Ohne Provenienz und Vergleich mit dokumentierten Stücken ist keine Zuschreibung möglich; das Archiv der Werkstätte liegt heute im MAK in Wien.

So prüfen Sie es

  • Doppel-W als Firmenzeichen
  • eingetragene Rosenmarke
  • Entwerfermonogramm wie „JH“ oder „KM“
  • Monogramm des Ausführenden
  • passende österreichische Feingehaltspunze

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.