Manufaktur: Silber & Metall
Bruckmann & Söhne
Heilbronn, 1805–1973
Heilbronner Silberwarenfabrik, 1805 gegründet; Tafelsilber und Besteck des Historismus und Jugendstils, Peter Bruckmann war Mitbegründer des Werkbunds.
Georg Peter Bruckmann gründete 1805 in Heilbronn eine Silberwarenfabrik, die im 19. Jahrhundert zu einer der größten Deutschlands wurde. Sie nutzte früh maschinelle Prägeverfahren für Besteck und Reliefs. Peter Bruckmann (1865–1937), ein Nachfahre des Gründers, leitete das Unternehmen um 1900 und gehörte 1907 zu den Gründern des Deutschen Werkbunds, dessen Vorsitz er später übernahm. Die Fabrik bestand bis 1973. Bruckmann-Silber ist in deutschen und österreichischen Haushalten weit verbreitet.
Das Programm umfasste Besteck in zahlreichen Mustern, Kaffee- und Teeservice, Tafelaufsätze, Pokale, Leuchter und Ehrengeschenke, im Historismus mit geprägten Renaissance- und Rokokoornamenten. Um 1900 entstanden Stücke im Jugendstil nach Entwürfen von Künstlern aus dem Umfeld der Darmstädter Künstlerkolonie und des Werkbunds, mit glatten Flächen und pflanzlichen Ornamenten. Für Vereine und Firmen fertigte Bruckmann Pokale und Plaketten in großen Serien. Viele Muster blieben jahrzehntelang lieferbar.
Die Stücke tragen den Firmennamen oder das Firmenzeichen von Bruckmann sowie ab 1888 die deutsche Reichsstempelung mit Halbmond und Reichskrone und der Feingehaltsangabe wie 800 oder 925. Besteckmuster lassen sich über Firmenkataloge bestimmen. Versilberte Ware trägt keine Halbmond-Krone-Marke, sondern Angaben zur Auflage. Bei Pokalen und Tafelaufsätzen sind ergänzte Glaseinsätze und Gravuren zu prüfen. Monogramme und Widmungen sind häufig und mindern das Interesse kaum, außer bei abgeschliffenen Stellen.
Entwerfer & Personen
- Georg Peter Bruckmann
- Peter Bruckmann
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Ebenfalls: Silber & Metall
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- Alexander Sturmspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Argentor-Werkeum 1900 bis Zwischenkriegszeit
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- Werkstätte Carl Auböckseit 1912
- Christofleseit 1830
- Elkingtonum 1830 bis 1960er-Jahre
- Georg Jensen Sølvsmedieseit 1904
- Gorhamseit 1831
- Werkstätte Hagenauer1898–1987
- J. C. KlinkoschMitte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Jarosinski & Vaugoinseit 1847
- Kayserzinnum 1885 bis um 1930
- Koch & Bergfeldseit 1829
- Liberty & Co.seit 1875
- Mayerhofer & KlinkoschMitte 19. Jahrhundert
- Orivitum 1894 bis um 1905, danach bei WMF
- Osirisum 1899 bis um 1914
- Puiforcatseit 1820
- Robbe & Berkingseit 1874
- Tiffany & Co.seit 1837
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Wilkensseit 1810
- WMFseit 1853
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