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Künstler: Secession

Alfred Roller

Maler, Grafiker, Bühnenbildner, 1864–1935, Brünn – Wien

Secessionist, Plakatkünstler und Bühnenbildner Gustav Mahlers an der Hofoper; leitete die Kunstgewerbeschule 1909–1934.

Alfred Roller stammte aus Brünn und studierte an der Wiener Akademie. Als Gründungsmitglied der Secession gestaltete er Ver Sacrum maßgeblich mit und entwarf Plakate für mehrere Ausstellungen, darunter das Plakat zur XIV. Ausstellung 1902, die um Max Klingers Beethoven-Skulptur angelegt war. 1903 holte ihn Gustav Mahler als Ausstattungsleiter an die Hofoper. Von 1909 bis 1934 leitete er die Kunstgewerbeschule am Stubenring. In den 1920er Jahren arbeitete er auch für die Salzburger Festspiele.

Rollers Plakate verwenden eine streng gebaute, teils schwer lesbare Blockschrift und eng verzahnte Ornamentflächen, die Text und Bild zu einem Block verschmelzen. Für die Oper schuf er Bühnenräume mit Lichtwirkung und farbigen Gazen, etwa für Mahlers „Tristan und Isolde“ (1903). Daneben malte er Bildnisse und Landschaften und zeichnete Figurinen. Seine Entwürfe für Mahler und Richard Strauss sind im Theatermuseum dokumentiert.

Originalplakate der Secession sind Lithografien, oft mit Druckvermerk der Druckerei am unteren Rand; Nachdrucke im Offset zeigen Rasterpunkte und meist moderne Papierfarbe. Kleinformatige Wiederholungen erschienen in Ver Sacrum und in Plakatwerken. Bühnenbild- und Kostümentwürfe stammen aus Theater- und Familienbesitz und sind über Inszenierungsdaten zu bestimmen. Eigenhändige Bleistift- und Aquarellblätter tragen häufig Notizen zu Licht und Farben.

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