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Material: Metall & Bronze

Messing

Goldgelbe Legierung aus Kupfer und Zink für Leuchter, Beschläge, Gerät und Designobjekte, etwa der Werkstätte Hagenauer und von Carl Auböck.

Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink, je nach Zinkgehalt hellgelb bis rötlich. Es lässt sich gießen, treiben, drücken und drehen und läuft mit der Zeit bräunlich an. Seit dem Mittelalter dienten Messinggeräte als Leuchter, Becken, Mörser und Beschläge; im 19. Jahrhundert prägte gegossenes Messing Lampen, Luster und Bettgestelle. In Wien entstanden im 20. Jahrhundert Designobjekte aus Messing in der Werkstätte Hagenauer und der Werkstätte Carl Auböck, oft mit Holz oder Leder kombiniert.

Messing ist gelber als Bronze und etwas leichter, ein Magnet haftet nicht. Poliertes Messing glänzt goldähnlich, angelaufenes wirkt braun mit grünen Spuren in Vertiefungen. Gussmessing zeigt eine körnige Innenseite, gedrücktes Messing konzentrische Drehspuren. Vergoldetes oder versilbertes Messing verrät sich an abgeriebenen Stellen. Stempel bekannter Werkstätten sitzen meist an der Unterseite. Lackierte Oberflächen bekommen fleckige Ränder, wenn der Lack verletzt ist.

Gewöhnliches Messinggerät hat geringen Wert. Designobjekte von Hagenauer, Auböck und der Wiener Werkstätte, frühe Leuchter und Luster mit gutem Guss sind gesucht. Starkes Polieren entfernt Stempel und Details und mindert den Wert. Moderne Nachgüsse imitieren Hagenauer-Figuren und sind an weicheren Formen und fehlenden oder verwaschenen Stempeln zu erkennen.

So prüfen Sie es

  • goldgelbe Farbe, gelber als Bronze
  • kein Magnetzug
  • braune Anlaufschicht
  • Werkstattstempel an der Unterseite
  • Drehspuren bei gedrücktem Messing

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.