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Material: Glas

Bronzitdekor

Mattschwarzes, leicht metallisch schimmerndes Dekor auf Klarglas, um 1910 bei J. & L. Lobmeyr nach Entwürfen Josef Hoffmanns eingeführt.

Beim Bronzitdekor liegt auf dem Glas eine dünne, eingebrannte Schicht in mattem Schwarz mit leicht bronzenem Schimmer, aus der die Muster ausgespart sind. Das Dekor hebt sich scharf vom klaren oder mattierten Glas ab und wirkt grafisch. Es ist eng mit der Wiener Moderne und ihrer Vorliebe für Schwarz-Weiß-Kontraste verbunden.

J. & L. Lobmeyr führte das Dekor um 1910 ein, als Stefan Rath die Firma leitete. Josef Hoffmann entwarf dafür Trinkservice, Vasen, Becher und Dosen mit geometrischen Mustern, Streifen und stilisierten Pflanzenformen; weitere Entwürfe kamen aus dem Umkreis der Wiener Werkstätte und der Kunstgewerbeschule. Lobmeyr fertigt einzelne Bronzitserien nach den historischen Entwürfen weiter.

Für Sammler ist die Datierung entscheidend: Stücke aus der Zeit vor 1930 sind von späteren Nachfertigungen nach denselben Entwürfen zu unterscheiden. Hinweise geben Glasqualität, Wandstärke, Abnutzung am Standring, Feinheit der Linien und die Lobmeyr-Signatur. Abgeriebene oder zerkratzte Dekorflächen mindern den Wert; nachträglich aufgemalte Ergänzungen sind matter und liegen erhaben auf.

So prüfen Sie es

  • mattschwarzes Dekor mit bronzenem Schimmer
  • scharf begrenzte geometrische Muster
  • Dekor glatt eingebrannt, nicht erhaben
  • häufig dünnwandiges Glas
  • Lobmeyr-Marke am Boden

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.