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Jugendstil & Wiener Werkstätte im 20. Bezirk, 1200 Wien

Jugendstil aus der Brigittenau: Stuckfassaden und Winarskyhof

Viele Häuser um Wallensteinplatz und Hannovermarkt tragen Jugendstildekor, am Winarskyhof baute Josef Hoffmann mit. Altmieterwohnungen bewahren die Erstausstattung.

Donauregulierung, Nordwestbahnhof und Hafenanlagen machten die Augebiete nach 1870 zum Arbeiterviertel; bis 1914 waren die Wohnviertel gründerzeitlich verbaut. Viele Häuser der Jahrhundertwende um Wallensteinplatz und Hannovermarkt zeigen Jugendstilornament im Fassadenstuck, manche einen Hausnamen, dahinter Werkstatttrakte im Hof. In Altmieterwohnungen sind mitunter Kachelöfen, Kredenzen und Küchenkästen aus der Erstausstattung erhalten, dazu Zinn, Glas und Wandteller derselben Jahre. Seit den 1980er-Jahren werden die Häuser blockweise saniert, und mit jeder Wohnungsräumung stellt sich die Frage nach dem Sammlerwert.

Am Winarskyhof (1924–1926) übernahm Josef Hoffmann einen Bauteil; mit ihm arbeiteten unter anderen Peter Behrens, Adolf Loos, Oskar Strnad, Margarete Schütte-Lihotzky, Josef Frank und Oskar Wlach am Winarskyhof und am Otto-Haas-Hof. Selten liegen die Positionen der Wiener Moderne so dicht beieinander. Leopold Forstner, der Glasmosaike für Postsparkasse und Steinhof ausgeführt hatte, unterhielt später eine Werkstatt in der Pappenheimgasse 39. Rudolf Percos Friedrich-Engels-Platz-Hof führt mit Ziegelfassaden und Turmbauten weiter in die 1930er-Jahre.

Kellerabteile in den großen Gemeindebauten bewahren oft Haushaltsgeräte und Spielzeug mehrerer Jahrzehnte, gelegentlich auch Kisten mit Glas und Metall der Großeltern; wir öffnen sie gemeinsam mit Ihnen. Kredenzen und Küchenkästen aus Altmieterwohnungen sehen wir uns in eingebautem Zustand an, bevor sie zerlegt werden. Für eine erste Auskunft genügen Fotos von Front, Beschlägen und Rückwand.

Was in Brigittenau häufig auftaucht

  • Kredenzen und Küchenkästen aus der Erstausstattung um 1900–1914 – Altmieterwohnungen um Wallensteinplatz
  • Zinn, Glas und Wandteller des Jugendstils – Haushalte der Gründerzeithäuser mit Jugendstildekor
  • Keramik und Einrichtungsstücke der 1920er-Jahre – Gemeindewohnungen in Winarskyhof und Otto-Haas-Hof

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 20. Bezirk.

Künstler

64

Manufakturen & Marken

52

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

26

Fragen zu Jugendstil & Wiener Werkstätte

Welche Postkarten der Wiener Werkstätte sind gesucht?

Gesucht sind Karten bekannter Künstler wie Oskar Kokoschka, Egon Schiele, Rudolf Kalvach oder Moriz Jung, ungelaufene Karten in gutem Zustand und seltene Nummern. Die Nummer auf der Rückseite erlaubt die Bestimmung von Serie und Entwerfer.

Sind Möbel nach Hoffmann von Wittmann auch interessant?

Wittmann fertigt seit den 1970er-Jahren Möbel nach Entwürfen Josef Hoffmanns in Lizenz. Sie sind Neuauflagen und werden anders bewertet als Möbel der Entstehungszeit von Kohn, Thonet oder Wiener Tischlern.

Soll ich angelaufenes Silber polieren?

Bitte nicht. Der originale Hammerschlag und die Oberfläche gehören zum Wert, Politur kann Details und Marken abtragen. Eine fachgerechte Reinigung ist nach dem Ankauf möglich.

Kaufen Sie auch Arbeiten von Schülerinnen der Kunstgewerbeschule?

Ja. Keramik, Stoffe, Emailarbeiten und Zeichnungen aus den Klassen von Hoffmann, Powolny oder Cizek sind gesucht, besonders mit Signatur oder Klassenvermerk.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.