Manufaktur: Keramik
Karlsruher Majolika
Karlsruhe, seit 1901
1901 auf Anregung von Hans Thoma gegründete Majolika-Manufaktur in Karlsruhe; Jugendstil- und Art-déco-Keramik, Tierfiguren und Baukeramik.
Großherzog Friedrich I. von Baden gründete 1901 auf Anregung des Malers Hans Thoma, damals Direktor der Karlsruher Kunsthalle, eine Majolika-Manufaktur. Sie sollte Künstlern die Möglichkeit geben, eigene Entwürfe in Keramik umzusetzen. Die Manufaktur arbeitete eng mit Lehrern der Karlsruher Kunstgewerbeschule und Akademie zusammen. Nach mehreren Besitzerwechseln im 20. Jahrhundert besteht sie bis heute in Karlsruhe und bietet weiterhin Keramik nach historischen und zeitgenössischen Entwürfen an.
In den ersten Jahren entstanden Vasen, Wandteller und Reliefs nach Entwürfen von Hans Thoma, mit Landschaften und Figuren in matten Glasuren. Max Laeuger, Keramiker und Architekt, brachte Gefäße mit Schlickerdekoren und Fliesen ein. In der Zwischenkriegszeit dominierten Tierfiguren, Akte und stilisierte Figuren im Art déco, oft mit kräftigen Farbglasuren. Für Bauten lieferte die Manufaktur Brunnen, Fassadenschmuck und Fliesen, die in Karlsruhe und anderen Städten erhalten sind.
Die Marken zeigen einen Wappenschild oder den Schriftzug „Majolika“ mit „Karlsruhe“, häufig mit Jahres- oder Modellnummern und den Monogrammen der Entwerfer und Maler. Arbeiten nach Entwürfen von Thoma oder Laeuger tragen deren Monogramm, was die Zuschreibung erleichtert. Weil viele Modelle über Jahrzehnte gefertigt wurden, unterscheiden Markenvariante, Glasur und Scherben ältere von neueren Stücken. Abplatzungen an Kanten und Haarrisse in der Glasur sind häufig.
Entwerfer & Personen
- Hans Thoma
- Max Laeuger
- Friedrich I. von Baden
- Walter Bosse
Karlsruher Majolika verkaufen: in allen 23 Bezirken
Wir kommen zur Besichtigung in jeden Bezirk.
Ebenfalls: Keramik
- Amphoraseit 1892
- Arabia Helsinkiseit 1873
- Artěl1908–1935
- Bernhard Blochab 1871 bis ins 20. Jahrhundert
- De Porceleyne Flesseit 1653
- Fayencemanufaktur Holitsch1743–1827
- Friedrich Goldscheider1885 bis in die 1950er-Jahre
- Gmundner KeramikHafnertradition seit dem Spätmittelalter, Manufaktur im 20. Jahrhundert
- Gustavsbergseit 1825
- Habaner Fayence16. bis 18. Jahrhundert
- Johann Mareschab 1841 bis ins 20. Jahrhundert
- Wiener Keramik1906–1913
- KeramosZwischenkriegszeit bis Mitte 20. Jahrhundert
- Wiener Kunstkeramische Werkstätteum 1905 bis um 1915
- Majolika Schütz Cillizweite Hälfte 19. Jahrhundert
- Royal Doultonseit 1815
- Rozenburg1883–1917
- Schleiss Gmundenfrühes 20. Jahrhundert bis Mitte 20. Jahrhundert
- Vereinigte Wiener und Gmundner Keramik1913 bis in die 1920er-Jahre
- Wächtersbachseit 1832
- Westerwälder Steinzeug16. Jahrhundert bis Gegenwart
- Wienerbergerseit 1819
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular