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Antiquitäten Wien

Manufaktur: Porzellan

Josef Böck

Wien, 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert

Wiener Porzellanfirma, die um 1900 Service und Gefäße nach Entwürfen von Josef Hoffmann, Koloman Moser und Jutta Sika ausführte.

Die Wiener Firma Josef Böck handelte mit Porzellan, ließ in eigenen und fremden Werkstätten dekorieren und brachte unter ihrem Namen Service und Ziergefäße auf den Markt. Um 1900 suchte sie die Zusammenarbeit mit der Kunstgewerbeschule am Stubenring und wurde dadurch zu einem wichtigen Ausführenden für Porzellan der Wiener Moderne. Weißware bezog das Unternehmen zum Teil aus böhmischen Fabriken und ließ sie nach eigenen Vorgaben formen und bemalen.

Josef Hoffmann und Koloman Moser entwarfen für Böck Kaffee- und Teeservice mit klaren, geometrischen Formen und sparsamen Dekoren in Schwarz, Blau oder Gold. Aus der Klasse Mosers lieferten Studentinnen wie Jutta Sika und Therese Trethan um 1901 bis 1905 Service, deren Formen und Schablonendekore das Porzellan der Secession prägten. Daneben vertrieb die Firma Gebrauchsgeschirr und Ziergegenstände im Geschmack des Historismus und der Zwischenkriegszeit.

Die Stücke tragen einen Stempel mit dem Firmennamen, häufig ergänzt durch Marken der böhmischen Herstellerfabrik der Weißware. Entwürfe der Wiener Moderne sind in Museumssammlungen wie dem MAK belegt, was Vergleiche ermöglicht. Spätere Nachfertigungen und Stücke mit nachträglich aufgebrachten Jugendstildekoren kommen vor. Für die Zuschreibung zählen Form, Dekortechnik, Marke und Abgleich mit Abbildungen in Ausstellungskatalogen der Secession. Die Weißware wurde oft auch an andere Händler verkauft.

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