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Jugendstil & Wiener Werkstätte im 22. Bezirk, 1220 Wien

Jugendstil-Erbstücke aus Donaustädter Einfamilienhäusern

Viele Häuser in Aspern, Essling und Breitenlee wurden nach 1945 selbst gebaut. Jugendstil kam als Erbe aus Stadtwohnungen der Eltern und liegt heute auf Dachböden.

In Aspern, Essling, Breitenlee und Süßenbrunn überwiegen Einfamilienhäuser und Gartensiedlungen, in Kagran und Kaisermühlen Gemeindebauten; dazu kommen alte Bauernhöfe und seit 2000 Tausende Neubauwohnungen. Nach 1945 errichteten viele Familien ihre Häuser in Eigenregie und bauten sie später aus. Was an Jugendstil vorhanden ist, kam häufig als Erbstück ins Haus: ein Teeservice aus versilbertem Metall, ein Bugholzsessel, eine Vase, eine Schachtel Künstlerpostkarten auf dem Dachboden oder in der Garage.

Auch die Donaustadt hat ihre Daten aus den Jahren der Wiener Werkstätte: 1907 eröffnete an der Alten Donau das Strandbad Gänsehäufel, dessen Geschichte mit Florian Berndl beginnt, 1912 folgte das Flugfeld Aspern. Kaisermühlen gehörte bis 1954 zur Leopoldstadt beziehungsweise zu Floridsdorf, der Bezirk selbst entstand erst lange nach dem Ende der Werkstätte. In Kaisermühlen entstand 1928–1930 der Goethehof; in Gemeindewohnungen wie diesen hielt die Einrichtung der Zwischenkriegszeit Einzug.

In Einfamilienhäusern gehören zu einer Verlassenschaft fast immer auch Garage, Dachboden und Keller; wir sehen alle Bereiche bei einem Termin an. Schachteln mit Postkarten oder Metall, die auf dem Dachboden stehen, bitte nicht vorher aussortieren. Bei Wohnanlagen in Kagran genügt oft eine Durchsicht von Wohnung und Kellerabteil. Fotos per WhatsApp helfen uns, die Fahrt nach Essling oder Süßenbrunn mit einer ersten Einschätzung zu verbinden.

Was in Donaustadt häufig auftaucht

  • Versilbertes Metall, Glas und Bugholzmöbel – Erbstücke in nach 1945 gebauten Siedlungshäusern
  • Künstlerpostkarten 1898–1918 – Familienkorrespondenz auf Dachböden der Einfamilienhäuser

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 22. Bezirk.

Künstler

64

Manufakturen & Marken

52

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

26

Fragen zu Jugendstil & Wiener Werkstätte

Sind Möbel nach Hoffmann von Wittmann auch interessant?

Wittmann fertigt seit den 1970er-Jahren Möbel nach Entwürfen Josef Hoffmanns in Lizenz. Sie sind Neuauflagen und werden anders bewertet als Möbel der Entstehungszeit von Kohn, Thonet oder Wiener Tischlern.

Soll ich angelaufenes Silber polieren?

Bitte nicht. Der originale Hammerschlag und die Oberfläche gehören zum Wert, Politur kann Details und Marken abtragen. Eine fachgerechte Reinigung ist nach dem Ankauf möglich.

Kaufen Sie auch Arbeiten von Schülerinnen der Kunstgewerbeschule?

Ja. Keramik, Stoffe, Emailarbeiten und Zeichnungen aus den Klassen von Hoffmann, Powolny oder Cizek sind gesucht, besonders mit Signatur oder Klassenvermerk.

Ich habe eine komplette Jugendstileinrichtung – wie gehen Sie vor?

Zuerst werden Fotos der Möbel, Marken und Beschläge gesichtet, danach folgt eine Besichtigung vor Ort. Einrichtungen werden möglichst geschlossen bewertet, weil die Zusammengehörigkeit den Wert stützt. Die Abholung wird gemeinsam geplant.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.