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Künstler: Wiener Werkstätte

Rudolf Kalvach

Grafiker, Emailkünstler, 1883–1932, Wien – Kosmonosy

Grafiker der Wiener Werkstätte mit 21 Postkarten (1906/07), Emailbildern für Dosen und Schmuck und der Holzschnittfolge „Triester Hafenleben“.

Rudolf Kalvach trat 1900 in die Kunstgewerbeschule ein, lernte zunächst bei Alfred Roller, dann bei Felician von Myrbach, Koloman Moser, Carl Otto Czeschka und Bertold Löffler und schloss 1908 ab; 1909–1912 hospitierte er im Emailkurs von Adele von Stark. 1908 heiratete er in Triest, wo seine Familie lebte. Ab 1912 litt er an Schizophrenie und wurde in die Anstalt am Steinhof eingewiesen, später nach Kosmonosy verlegt, wo er 1932 starb.

1906/07 erschienen 21 Postkarten und drei Bilderbögen der Wiener Werkstätte nach seinen Entwürfen. Josef Hoffmann und Eduard Josef Wimmer-Wisgrill setzten seine Emailbilder als Dekor auf Dosen, Kassetten und Schmuckstücken ein. Um 1906/07 begann er die 16-teilige Holzschnittfolge „Triester Hafenleben“, 1908 entwarf er das Plakat der Kunstschau. 1920 versuchte er sich an deckenden Emailauflagen auf Glas für J. & L. Lobmeyr.

Kalvachs Postkarten sind rückseitig als Karten der Wiener Werkstätte nummeriert; ihre kräftigen, ornamental verdichteten Farbflächen unterscheiden sie von anderen Entwerfern. Emailplättchen auf Dosen und Kassetten sind meist unsigniert und nur über Archivfotos zuzuordnen. Holzschnitte sind selten signiert. Das Leopold Museum zeigte 2012 sein Werk vollständig; der Katalog dient als Vergleichsquelle.

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