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Antiquitäten Wien

Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Alfons Mucha

Maler, Grafiker, Plakatkünstler, 1860–1939, Ivančice – Wien – Paris – Prag

Mährischer Plakatkünstler des Pariser Art nouveau, der seine Laufbahn um 1880 als Theatermaler in Wien begann.

Alfons Mucha wurde 1860 in Ivančice in Mähren geboren und arbeitete von 1879 bis 1881 in Wien für eine Firma, die Theaterdekorationen herstellte; der Brand des Ringtheaters 1881 beendete diese Tätigkeit. Nach Jahren in Mikulov, München und Paris gelang ihm 1894/95 mit dem Plakat „Gismonda“ für Sarah Bernhardt der Durchbruch. Später kehrte er nach Böhmen zurück und malte das „Slawische Epos“. Er starb 1939 in Prag.

Mucha entwarf Plakate für Theater, Zigarettenpapier, Champagner und Fahrräder, dekorative Panneaux wie „Die Jahreszeiten“ (1896), Kalender, Buchillustrationen, Schmuck in Zusammenarbeit mit Georges Fouquet und Interieurs. Typisch sind Frauengestalten mit fließendem Haar vor kreisförmigen Ornamentscheiben, in Pastelltönen. Die Lithografien druckte vor allem die Pariser Druckerei Champenois. Er stellte außerdem Vorlagenwerke wie die „Documents décoratifs“ (1902) zusammen, mit Ornamenten, Möbeln und Schmuck für Kunsthandwerker.

Original-Farblithografien Muchas sind im Handel anzutreffen; sie sind von späteren Nachdrucken, Offsetdrucken und Reproduktionen zu unterscheiden, die in großer Zahl existieren. Druckerangaben, Papier, Format und das Raster unter der Lupe geben Aufschluss. Gemälde und Zeichnungen sind selten. Bei Plakaten sind Falzspuren, Restaurierungen und Hinterlegung mit Leinen zu prüfen. Lichtschäden mindern die Farben.

Epochen & Stile

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