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Künstler: Wiener Werkstätte

Therese Trethan

Malerin, Designerin, Lehrerin, 1879–1957, Wien – Wien

Mitbegründerin und Präsidentin von „Wiener Kunst im Hause“; Porzellan für Böck, Wahliss und Burgau, bemaltes Spielzeug für die Wiener Werkstätte.

Therese Trethan, Tochter eines Wiener Tapezierermeisters, studierte 1897–1902 an der Kunstgewerbeschule, unter anderem in der Klasse für Ornament-, Tier- und Blumenmalerei bei Rudolf Ribarz und Koloman Moser und im Keramikkurs von Friedrich Linke. 1901 gründete sie die Vereinigung „Wiener Kunst im Hause“ mit, 1907 wurde sie deren Präsidentin. 1904–1944 unterrichtete sie Zeichnen und Kostümkunde an Wiener Berufsschulen. 1947 heiratete sie den Emailleur und Bildhauer Emil Meier. Sie starb 1957 in Wien.

Ihre Porzellanentwürfe führten Ernst Wahliss, die Porzellanmanufaktur Josef Böck und die Manufaktur Burgau aus, Glas Loetz, Kralik und E. Bakalowits & Söhne. 1905–1910 war sie bei der Wiener Werkstätte als Malerin geführt und bemalte Schachteln, Wetterhäuschen, Holzeier, Spielzeug und Paravents nach Entwürfen Koloman Mosers. 1906 entstanden Plaketten für eine Kassette nach Carl Otto Czeschka. Auf der Weltausstellung St. Louis 1904 erhielt sie eine Bronzemedaille.

Porzellan nach Trethan trägt die Marke der ausführenden Manufaktur; Dekor- und Modellnummern sind die Grundlage der Zuschreibung. Bemaltes Holzspielzeug der Wiener Werkstätte ist selten vollständig erhalten; abgeriebene Farbe und ergänzte Teile mindern den Wert. Da mehrere Malerinnen für die Werkstätte bemalten, ist die Handschrift nur über Archivunterlagen zu sichern. Ehrenzeichen ihrer Ausstellungen belegen die Laufbahn.

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