Manufaktur: Leuchten
Tiffany Studios
New York, 1885–1932
Werkstätten von Louis Comfort Tiffany in New York; Leuchten mit Schirmen aus bleiverglastem Farbglas und irisierendes Favrile-Glas.
Louis Comfort Tiffany (1848–1933), Sohn des Gründers von Tiffany & Co., führte ab den 1880er-Jahren Werkstätten für Glas und Innenausstattung, die ab 1902 als Tiffany Studios firmierten. Er entwickelte eigenes Farbglas und beschäftigte Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Clara Driscoll leitete die Abteilung, in der Frauen Lampenschirme zuschnitten und entwarfen. Nach dem Ende der Nachfrage nach Jugendstil meldeten die Tiffany Studios 1932 Konkurs an.
Bekannt sind Tisch-, Steh- und Hängeleuchten mit Schirmen aus Hunderten Stücken Farbglas, die in Kupferfolie gefasst und verlötet sind, mit Motiven wie Libellen, Glyzinien, Seerosen und Mohn. Die Bronzefüße sind patiniert und oft plastisch gestaltet. Ab 1894 entstand das irisierende Favrile-Glas für Vasen und Schalen. Daneben fertigten die Werkstätten Kirchenfenster, Mosaike, Schreibtischgarnituren und Emailarbeiten. Jedes Glasstück wurde nach Farbe und Struktur ausgewählt.
Originale Füße tragen den Stempel „Tiffany Studios New York“ mit Modellnummer, Schirme oft eine Metallplakette mit Firmenname. Favrile-Glas ist graviert, meist mit „L.C.T.“ und Nummer. Leuchten im Tiffany-Stil werden seit den 1970er-Jahren in großer Zahl hergestellt; die Bezeichnung „Tiffany-Lampe“ meint im Handel meist solche Nachbauten. Gläser, Lötnähte, Patina und Gewicht des Fußes trennen Originale von Kopien. Echte Schirme zeigen unterschiedlich strukturierte Gläser.
Entwerfer & Personen
- Louis Comfort Tiffany
- Clara Driscoll
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- Rupert Nikoll1950er- bis 1970er-Jahre
- Tecnolumenseit 1979
- Wokaseit 1977
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