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Künstler: Konzept, Installation & Lichtkunst

Cornelius Kolig

Maler, Bildhauer, Objektkünstler, 1942–2022, Vorderberg – Wien

Kärntner Objekt- und Installationskünstler; Enkel Anton Koligs, ab 1979 Gesamtkunstwerk „Paradies“ in Vorderberg, Kolig-Saal im Klagenfurter Landhaus.

Geboren 1942 in Vorderberg im Gailtal, war Cornelius Kolig Enkel des Malers Anton Kolig und Sohn des Malers Thaddäus Kolig. 1960–1965 studierte er an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Josef Dobrowsky, Max Weiler und Herbert Boeckl und gleichzeitig Geschichte an der Universität Wien. Ab 1979 baute er in seinem Geburtsort das „Paradies“, ein Gesamtkunstwerk aus Gebäuden und Gärten. 1998 gestaltete er den Kolig-Saal im Kärntner Landhaus neu, was eine kulturpolitische Debatte auslöste. Er starb 2022.

Das „Paradies“ umfasst rund 6000 Quadratmeter, in denen Kolig Objekte und Installationen herstellte, lagerte und zeigte; ein Hochwasser zerstörte 2003 große Teile und viele Werke. Frühe Arbeiten bevorzugen Kunststoffe wie Plexiglas und Polyester, später experimentierte er mit Röntgenbildern. Er arbeitete als Maler, Bildhauer, Installations- und Objektkünstler; Themen sind Körper, Sexualität und Natur. Im Kolig-Saal ersetzte er die 1938 zerstörten Fresken seines Großvaters durch eine eigene Raumgestaltung.

Kunststoffobjekte aus Plexiglas und Polyester vergilben, verkratzen und bilden Spannungsrisse; ihr Zustand bestimmt den Wert. Viele Arbeiten sind mit dem „Paradies“ verbunden; Hinweise auf ihre Herkunft von dort sind zu dokumentieren. Röntgenarbeiten und Fotografien sind lichtempfindlich. Kataloge und Kärntner Ausstellungsnachweise helfen bei der Zuordnung. Großformatige Installationen sind an das Gelände gebunden; auf dem Markt erscheinen eher Einzelobjekte und Arbeiten auf Papier.

Epochen & Stile

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