Künstler: Ringstraßen-Bildhauer
Carl Kundmann
Bildhauer, Medailleur, 1838–1919, Wien – Wien
Bildhauer des Schubert-Denkmals im Stadtpark (1872), des Tegetthoff-Denkmals am Praterstern und der Pallas Athene vor dem Parlament.
Carl Kundmann studierte an der Wiener Akademie bei Franz Bauer und im Atelier von Josef Cesar und arbeitete danach sechs Jahre bei Ernst Julius Hähnel in Dresden; 1865–1867 hielt er sich in Rom auf. Nach dem Erfolg des Schubert-Denkmals wurde er Professor an der Allgemeinen Bildhauerschule der Akademie und lehrte dort bis 1909. Zu seinen Schülern gehörten Alfonso Canciani und Christian Behrens. Er starb 1919 in Wien.
Das Schubert-Denkmal im Stadtpark entstand 1868–1872 und wurde am 15. Mai 1872 enthüllt. Am Praterstern steht das Tegetthoff-Denkmal (1886) auf einer hohen Säule mit Schiffsschnäbeln. Für das Grillparzer-Denkmal im Volksgarten (1889) schuf er die sitzende Dichterfigur, die Reliefs stammen von Rudolf Weyr. Vor dem Parlament steht seine Pallas Athene auf dem Brunnen von 1898–1902. Kundmann arbeitete auch als Medailleur und Porträtbildhauer.
Medaillen und Plaketten Kundmanns tragen meist die Signatur im Feld oder am Rand und sind über Medaillenkataloge zu bestimmen. Bronzereduktionen des Schubert-Denkmals wurden als Andenken gegossen. Büsten aus Marmor und Gips sind über Ausstellungskataloge des Künstlerhauses zu vergleichen. Bei Reduktionen sagt die Signatur über das Modell, nicht über den Guss etwas aus.
Epochen & Stile
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