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Künstler: Skulptur der Gegenwart

Alfred Haberpointner

Bildhauer, geb. 1966, Ebenau – Linz – Salzburg

Salzburger Bildhauer, der Holz mit der Axt bearbeitet; Köpfe, großformatige Wandarbeiten, „Reibungen“ auf Papier und die Axt-Installation „Joy Division“.

Geboren 1966 in Ebenau bei Salzburg, besuchte Alfred Haberpointner 1980–1984 die Fachschule für Bildhauerei in Hallein und studierte 1985–1991 an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz bei Erwin Reiter. Er stellt regelmäßig in Galerien in Österreich und Deutschland aus. 2021 zeigte das Salzburg Museum eine Ausstellung seines Werks. Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen. Seine Köpfe gehören zu den bekanntesten Werkgruppen.

Haberpointners wichtigstes Werkzeug ist die Axt: Mit ihr schlägt er in Holz konzentrische Kreise und Strudel, Risse, Einschnitte und Schichten, die Oberfläche und Farbe erzeugen. Werkgruppen sind die „Köpfe“, kopfförmige Skulpturen, die keinen Menschen porträtieren, großformatige Wandarbeiten aus zusammengeleimten Holzplatten, die Gruppe „Gewichtung“ mit kopfähnlichen Objekten auf drei Füßen und Haken-Installationen aus poliertem Messing. Auf Papier entstehen die „Reibungen“, für die er große Bögen mit Bürsten, Besen und Händen aufraut.

Holzskulpturen sind auf Trocknungsrisse, Schädlingsbefall und Verfärbungen durch Licht zu prüfen; manche Arbeiten enthalten Reißnägel, die rosten können. Die Axtspuren sind Teil des Werks und unterscheiden sich deutlich von maschineller Bearbeitung, was beim Vergleich mit Nachahmungen hilft. Papierarbeiten sind aufgeraut und empfindlich gegen Abrieb und Knicke. Herkunft aus Galerien wie Bender oder Scheffel und Kataloge des Salzburg Museum stützen die Zuschreibung.

Epochen & Stile

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