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Künstler: Internationale Grafik

Max Klinger

Radierer, Maler, Bildhauer, 1857–1920, Leipzig – Großjena

Leipziger Radierer und Bildhauer; seine Beethoven-Skulptur stand 1902 im Zentrum der XIV. Secessionsausstellung, für die Klimt den Beethovenfries malte.

Max Klinger studierte in Karlsruhe und Berlin und lebte in Brüssel, Paris und Rom, ehe er sich in Leipzig niederließ. Bekannt wurde er durch Radierzyklen, die er „Griffelkunst“ nannte; in der Schrift „Malerei und Zeichnung“ (1891) begründete er die Eigenständigkeit der Grafik. Als Bildhauer arbeitete er mit farbigem Marmor, Bronze und Elfenbein. 1902 stand seine Beethoven-Skulptur im Zentrum der XIV. Ausstellung der Wiener Secession. Er starb 1920 in Großjena.

Klingers Zyklen verbinden Traum, Erotik, Tod und Sozialkritik: „Paraphrase über den Fund eines Handschuhes“ (1881), „Eva und die Zukunft“, „Dramen“, „Ein Leben“, „Eine Liebe“, „Vom Tode“ und die „Brahmsphantasie“ (1894). Er kombinierte Radierung, Aquatinta und Stich auf großen Blättern. Die Beethoven-Skulptur aus verschiedenfarbigen Steinen, Bronze und Elfenbein befindet sich heute im Museum der bildenden Künste Leipzig. Seine Grafik beeinflusste in Wien Rudolf Jettmar und Alfred Kubin.

Die Radierzyklen erschienen in mehreren Auflagen, von frühen Vorzugsdrucken bis zu späteren Ausgaben; Hans Wolfgang Singer verzeichnete die Grafik bereits 1909. Zustand, Papier und Plattenrand unterscheiden die Auflagen. Einzelblätter aus Zyklen sind häufig gerahmt im Handel. Kleinbronzen nach Klingers Modellen sind auf Guss und Gießerstempel zu prüfen. Elfenbeinteile unterliegen den EU-Handelsbeschränkungen.

Epochen & Stile

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