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Antiquitäten Wien

Skulpturen & Plastiken im 2. Bezirk, 1020 Wien

Skulpturen aus der Leopoldstadt: vom Praterstern bis zum Augarten

Tegetthoff am Praterstern, Ambrosis Atelier im Prater, Porzellanfiguren aus dem Augarten: In der Leopoldstadt sind Denkmalplastik und Kleinplastik eng verwoben.

An der Taborstraße, der Praterstraße und in der Unteren Augartenstraße bezogen großbürgerliche Familien in der Gründerzeit die Straßentrakte der Zinshäuser; manche Altmieter leben noch heute dort. Aus solchen Haushalten kommen Salonbronzen, Zinkgussfiguren auf Marmorsockeln und Terrakottabüsten, oft zwischen Kredenzen der 1950er-Jahre. Auf Dachböden im Karmeliterviertel und im Volkertviertel lagern Gipsabgüsse und beschädigte Figuren, deren Restaurierung sich lohnen kann. Haushalte in den jungen Quartieren am Nordbahnhof und im Viertel Zwei besitzen dagegen eher Plastik der Nachkriegszeit und der Gegenwart.

Carl Kundmann setzte 1886 das Tegetthoff-Denkmal auf den Praterstern, für das Carltheater modellierte Hans Gasser 1847 allegorische Figuren. Gustinus Ambrosi arbeitete in einem Staatsatelier im Prater, das im Krieg zerstört wurde; sein Museum im Augarten bestand von 1978 bis 2017. Karl Prantl bezog ab 1965 ein Atelier in Bauten der Weltausstellung von 1873. Ida Schwetz-Lehmann entwarf ab den 1920er-Jahren zahlreiche Figuren für die Porzellanmanufaktur Augarten, deren Porzellan in Familien der Umgebung ein beliebtes Geschenk war.

Zimmer-Küche-Kabinett-Wohnungen haben schmale Türen, deshalb lösen wir Bronze und Sockel vor dem Hinaustragen voneinander. Fotografieren Sie Signaturen am Plinthenrand und die Unterseite: Zinkguss ist leichter und zeigt an Kratzstellen helles Grau, Bronze schimmert dort rötlich-golden. Hatte ein Stück vor 1938 Vorbesitzer in jüdischen Familien des Bezirks, sehen wir uns die Provenienz genau an, bevor ein Angebot folgt. Vom Karmelitermarkt bis zur Krieau kommen wir zur kostenlosen Besichtigung.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Porzellanfiguren der Manufaktur Augarten – Entwürfe von Ida Schwetz-Lehmann und anderen, Manufaktur im Augartenpalais
  • Salonbronzen und Zinkgussgruppen – großbürgerliche Gründerzeitwohnungen an der Praterstraße
  • Andenken und Statuetten zur Weltausstellung 1873 – Prater als Ausstellungsgelände
  • Abstrakte Plastik nach 1960 – Umfeld der Ateliers in den Weltausstellungsbauten

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

159

Manufakturen & Marken

9

Epochen & Stile

41

Materialien, Techniken & Punzen

18

Fragen zu Skulpturen & Plastiken

Was bedeutet ein Gießerstempel?

Gießereien wie die k. k. Kunst-Erzgießerei in Wien oder Pariser Häuser wie Barbedienne kennzeichneten ihre Güsse mit Stempeln. Sie belegen Herkunft und Qualität des Gusses und helfen, autorisierte Güsse von Nachgüssen zu unterscheiden.

Kaufen Sie auch große Gartenfiguren?

Ja, wenn Material, Alter und Ausführung stimmen. Sandsteinfiguren des 18. und 19. Jahrhunderts, Steinguss und Bleifiguren werden nach Besichtigung bewertet; Abbau und Transport werden vorab geplant.

Ich habe eine Figur mit Elfenbeinteilen – darf ich sie verkaufen?

Seit 2022 gelten in der EU strenge Regeln für den Handel mit Elfenbein. Ein Ankauf ist nur möglich, wenn eine gesetzliche Ausnahme greift und die nötigen Nachweise vorliegen. Schicken Sie Fotos und vorhandene Unterlagen, dann wird der Einzelfall geprüft.

Sind Gipsmodelle etwas wert?

Gipsmodelle bekannter Bildhauer, besonders Entwürfe zu Denkmälern und Atelierabgüsse mit Herkunft, werden gesammelt. Anonyme Abgüsse nach antiken Vorbildern haben meist dekorativen Wert. Gips ist bruchempfindlich und wird beim Transport besonders geschützt.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.