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Künstler: Nachkriegsmoderne & Art Club

Gerhard Swoboda

Maler, Bildhauer, Grafiker, 1923–1974, Neubistritz – Wien

Mitglied des Art Club und der Secession; Wotruba-Schüler, der von der Plastik zur abstrakten Malerei, Collage und Grafik wechselte.

Gerhard Swoboda, 1923 in Neubistritz in Südböhmen geboren, kam 1926 mit seiner Familie nach Wien. Ein Medizinstudium brach er ab und studierte ab 1946 an der Akademie der bildenden Künste Wien als Meisterschüler des Bildhauers Fritz Wotruba, ehe er sich der Malerei zuwandte. Er war Mitglied des Art Club und der Wiener Secession und unterrichtete an der Akademie. Einzelausstellungen zeigten 1949 die Galerie Würthle und 1951 das Wiener Konzerthaus. Swoboda starb 1974 in Wien.

Swoboda arbeitete als Bildhauer, Maler, Collagist und Grafiker. Auf der Biennale von Venedig war er 1950 mit Plastik und 1954 mit Grafik vertreten, 1952 auf der Biennale von São Paulo. Seine Malerei entwickelte sich zur Abstraktion, mit gebauten Flächen, Linienstrukturen und Mischtechniken auf Papier. Szenen wie eine „Vogeljagd“ von 1953 zeigen den Übergang von der Figur zur Zeichenform. Druckgrafik und Collagen machen einen großen Teil des Werks aus.

Arbeiten Swobodas erscheinen selten und meist aus Wiener Privatbesitz. Für die Zuordnung zählen Signatur und Datierung, Etiketten der Galerie Würthle oder der Secession sowie Ausstellungsnachweise aus den 1950er Jahren. Mischtechniken auf Papier sind lichtempfindlich, Collagen lösen sich an den Klebestellen. Plastiken aus seiner Bildhauerzeit sind selten; Gussvermerke und Herkunft müssen belegt sein.

Epochen & Stile

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