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Künstler: Internationale Moderne

Hans Arp

Bildhauer, Maler, Dichter, 1886–1966, Straßburg – Zürich – Meudon – Basel

Mitbegründer von Dada in Zürich 1916; organische Bronzen und Reliefs, Holzschnitte und Serigrafien, darunter umstrittene posthume Güsse.

Hans Arp, in Straßburg geboren und auf Französisch Jean Arp genannt, studierte in Weimar und Paris und stand dem Blauen Reiter nahe. 1916 gehörte er in Zürich zu den Gründern von Dada im Cabaret Voltaire. Mit seiner Frau Sophie Taeuber-Arp arbeitete er an abstrakten Kompositionen. Ab 1926 lebte er in Meudon bei Paris, in den 1920er Jahren stand er den Surrealisten nahe. 1954 erhielt er den Großen Preis für Skulptur der Biennale in Venedig. Er starb 1966 in Basel.

Arps Werk umfasst Reliefs aus bemaltem Holz, Collagen nach den „Gesetzen des Zufalls“, Gedichte in deutscher und französischer Sprache und ab den 1930er Jahren rundplastische Skulpturen in Gips, Marmor und Bronze mit weichen, organischen Formen. Die Druckgrafik reicht von Holzschnitten der Dada-Zeit bis zu Farbholzschnitten, Lithografien und Serigrafien der 1950er und 1960er Jahre. Die Stiftung Arp in Rolandseck und die Fondation Arp in Clamart verwahren Teile des Nachlasses.

Die Druckgrafik verzeichnet Wilhelm F. Arntz. Bronzen wurden zu Lebzeiten und in großer Zahl nach Arps Tod gegossen; posthume Güsse aus dem Nachlass sind umstritten und ihr Status ist bei jeder Plastik zu klären. Gießerstempel, Nummer und Gussjahr sind entscheidend. Druckgrafik ist meist mit Bleistift signiert und nummeriert; Zeitschriftenbeilagen sind unsigniert.

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