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Künstler: Informel & Abstraktion

Helga Philipp

Objektkünstlerin, Malerin, Grafikerin, 1939–2002, Wien

Wiener Pionierin der Op-Art: kinetische Objekte aus Plexiglas und Spiegeln 1962–1968, Kreisraster-Serigrafien, schwarz-graue Bilder.

Helga Philipp, 1939 in Wien geboren, studierte Bildhauerei an der Hochschule für angewandte Kunst Wien. Ab 1962 schuf sie kinetische Objekte, die zur Op-Art gezählt werden; 1965 war sie bei der Ausstellung „nova tendencija 3“ in Zagreb vertreten, 1967 bei „Kinetika“ im Museum des 20. Jahrhunderts. Die Galerie nächst St. Stephan zeigte ihre Arbeiten 1968 und 1976. Sie starb 2002 in Wien. Museen wie Louisiana, mumok und Albertina Modern zeigten ihr Werk in jüngerer Zeit.

Die kinetischen Objekte von 1962–1968 bestehen aus Plexiglas, Spiegeln, Gummischläuchen und Rastern, die sich bei Bewegung des Betrachters verschieben. 1969–1972 folgten Serigrafie-Zyklen auf Basis eines Kreisrasters, 1972/73 Kartonring-Grafiken und Prägungen, ab Ende der 1970er Jahre Linienarbeiten in Graphit auf Büttenpapier. Ab Mitte der 1980er Jahre entstanden schwarze und graue Bilder mit Aluminium- und Graphitpigment, darunter Shaped Canvases, um 2000 blau-schwarze Bilder.

Plexiglasobjekte verkratzen und vergilben, Spiegelbeschichtungen oxidieren; der Zustand bestimmt den Wert stark. Serigrafien und Prägungen sind mit Bleistift signiert und nummeriert. Graphitarbeiten sind abriebempfindlich und gehören hinter Glas mit Abstand. Ausstellungsnachweise aus der Galerie nächst St. Stephan und dem Forum Stadtpark stützen die Datierung früher Objekte. Spätere Bilder mit Aluminium- und Graphitpigment schimmern je nach Licht und sind auf Fingerabdrücke empfindlich.

Epochen & Stile

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