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Künstler: Internationale Kunst nach 1945

Jean Dubuffet

Maler, Bildhauer, Grafiker, 1901–1985, Le Havre – Paris – Vence

Französischer Maler, Theoretiker der Art brut und Schöpfer des Zyklus „L’Hourloupe“; Lithografiefolge „Les Phénomènes“, Fondation Dubuffet in Paris.

1901 in Le Havre geboren, studierte Jean Dubuffet kurz Malerei, arbeitete lange als Weinhändler und widmete sich erst ab 1942 ganz der Kunst. 1944 hatte er in Paris seine erste Einzelausstellung. 1945 prägte er den Begriff Art brut für die Kunst von Außenseitern, Psychiatriepatienten und Autodidakten und baute eine Sammlung auf, die seit 1976 in Lausanne als Collection de l’Art Brut zu sehen ist. 1974 gründete er die Fondation Dubuffet in Paris. Er starb 1985 in Paris.

Dubuffets Malerei ist roh und materialbetont: Pasten aus Sand, Kies, Teer und Farbe, Kritzelfiguren, Schmetterlingsflügelcollagen und Texturen von Erde und Mauern. 1962–1974 entstand der Zyklus „L’Hourloupe“ aus zellartigen, schwarz umrandeten Feldern in Rot, Blau und Weiß, übertragen auch auf große Skulpturen aus Polyester. In der Lithografie schuf er mit „Les Phénomènes“ (1958–1962) eine Folge von mehreren hundert Blättern, dazu Künstlerbücher und Siebdrucke.

Gemälde und Zeichnungen sind meist mit „J. Dubuffet“ und zweistelliger Jahreszahl signiert. Das von Max Loreau begonnene Werkverzeichnis in zahlreichen Bänden ist die wichtigste Referenz; die Fondation Dubuffet beantwortet Fragen zur Echtheit. Lithografien sind mit Bleistift signiert und nummeriert. Materialbilder mit dicken Pasten sind auf Risse, Ausbrüche und lose Partien zu prüfen.

Epochen & Stile

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