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Künstler: Konzept, Installation & Lichtkunst

Josef Bauer

Konzeptkünstler, Maler, 1934–2022, Wels – Linz

Oberösterreichischer Pionier der „taktilen Poesie“: Buchstaben und Wörter als Objekte zum Anfassen und Tragen, ab Mitte der 1960er Jahre.

1934 in Wels geboren, studierte Josef Bauer Malerei an der Kunstschule Linz. Ab Mitte der 1960er Jahre entwickelte er die „taktile Poesie“, die zum Hauptstrang seines Werks wurde; ein Katalog von 1974 fasst die Jahre 1965 bis 1974 zusammen. Einzelausstellungen zeigten 1968 und 1970 die Galerie im Griechenbeisl in Wien, 1974 die Neue Galerie in Graz, 1978 die Galerie nächst St. Stephan und 1979 das Kunstmuseum Hannover. 1994 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Linz. Bauer starb im März 2022.

In der taktilen Poesie werden Buchstaben, Wörter und Satzzeichen zu Gegenständen: als greifbare Objekte gefertigt, in die Hand genommen, vor den Körper gehalten und fotografisch festgehalten. Sprache wird so zu Skulptur und Handlung. Daneben entstanden Malerei, Fotografien, Objekte und Arbeiten mit Text, die Lesen und Sehen verbinden. Die Monografie „Zeile für Zeile“ erschien 1977 in Linz. Viele Arbeiten entstanden in Serien.

Objekte und Fotografien gehören oft zusammen; die Fotografie dokumentiert den Gebrauch des Objekts. Vintage-Abzüge der 1960er und 1970er Jahre sind von späteren Abzügen zu unterscheiden. Kleine Buchstabenobjekte sind leicht zu verlieren, Vollständigkeit ist daher zu prüfen. Herkunft aus der Galerie MAERZ in Linz, der Galerie Eder oder der Galerie nächst St. Stephan stützt die Zuschreibung.

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