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Antiquitäten Wien

Epoche

Street Art

Kunstbewegung, ab um 1970

Kunst im öffentlichen Raum von Graffiti und Stencil bis Paste-up – von Haring und Banksy bis zu den legalen Wänden am Wiener Donaukanal.

In New York entstand um 1970 die Graffitikultur mit Namensschriftzügen an Zügen und Wänden. Keith Haring zeichnete ab 1980 mit Kreide auf leere Werbeflächen der U-Bahn, Jean-Michel Basquiat sprühte als SAMO Sätze an Wände. In den 1990er- und 2000er-Jahren wurden Banksy mit Schablonengraffiti, Shepard Fairey mit dem Motiv „Obey“, Invader mit Mosaikfiguren und KAWS international bekannt. Galerien und Auktionshäuser nahmen Street Art in den Markt auf.

Techniken sind Sprühdose, Schablone (Stencil), Paste-up aus Papier, Sticker, Mosaik und großformatige Wandmalerei (Mural). Typisch sind Schriftzüge, Figuren aus Comic und Popkultur, politische Botschaften und Wiederholung eines Markenzeichens. Für den Kunstmarkt entstehen Siebdrucke, Leinwände, Vinylfiguren und Skulpturen in Editionen. Die Grenze zwischen Werk im Stadtraum und handelbarem Objekt ist ein Grundmerkmal der Bewegung. Invader klebt Mosaikfiguren aus Fliesen nach dem Vorbild von Videospielen an Hauswände in vielen Städten. Murals entstehen heute oft im Auftrag von Städten und Festivals.

Wien weist im Programm „Wienerwand“ legale Flächen für Graffiti aus, darunter Abschnitte am Donaukanal, wo sich die Szene sichtbar entwickelt. Christian Eisenberger hinterließ ab den 2000er-Jahren tausende Arbeiten im Stadtraum. Im Handel sind Siebdrucke und Editionen von Banksy, Fairey, Haring, KAWS und Invader sowie Arbeiten österreichischer Künstler gefragt; abgelöste Wandstücke sind rechtlich und konservatorisch heikel. Das Festival Calle Libre lädt seit 2014 Künstler zu Wandbildern nach Wien ein.

Banksy-Arbeiten werden ausschließlich über die Stelle Pest Control authentifiziert; ohne deren Zertifikat ist ein Werk nicht handelbar. Fairey- und KAWS-Editionen tragen Signaturen, Nummern und oft Prägestempel, Vinylfiguren von KAWS Originalverpackungen. Fälschungen und unautorisierte Drucke sind verbreitet; Papier, Druckqualität und Auflagenangaben werden mit den Herstellerangaben abgeglichen. Belege für den Kauf aus Galerien sind ebenso wichtig.

Woran man es erkennt

  • Sprühdose und Schablone
  • Paste-up und Sticker
  • großformatige Murals
  • Comic- und Popmotive
  • politische Botschaften
  • wiederholtes Markenzeichen
  • Editionen in Siebdruck und Vinyl
  • Authentifizierung über Künstlerstellen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.