Künstler: Bildhauerei Barock & Klassizismus
Johann Martin Fischer
Bildhauer, Akademielehrer, 1740–1820, Bebele (Allgäu) – Wien
Klassizistischer Bildhauer und Anatomielehrer der Akademie; Mosesbrunnen am Franziskanerplatz und Bleifiguren der Brunnen am Graben.
Johann Martin Fischer, Bauernsohn aus dem Allgäu, kam 1760 nach Wien und arbeitete bei Anton Tabota und bis 1766 als Gehilfe von Jakob Christoph Schletterer, einem Schüler Donners. 1764 vollendete er Messerschmidts Madonna am Savoyischen Damenstift. Ab 1771 studierte er an der Akademie die Antike; 1785 wurde er deren Mitglied und stellvertretender Professor für Bildhauerei, 1786 Professor für Anatomie, 1815 Direktor der Maler- und Bildhauerschule. Er starb 1820 in Wien; sein Grab am alten Währinger Ortsfriedhof ist erhalten.
Fischer arbeitete am Mucius Scaevola im Schönbrunner Park mit und schuf den Mosesbrunnen am Franziskanerplatz (1798) und die Figuren der Heiligen Joseph und Leopold für die beiden Brunnen am Graben (1804), dazu den Hygieia-Brunnen vor dem Josephinum. Um 1799 entstand eine vergoldete Kreuzigungsgruppe in der Währinger Pfarrkirche. Für den Anatomieunterricht formte er 1803 einen lebensgroßen Muskelmann aus Blei und Zinn; verkleinerte Fassungen dienten an vielen Akademien als Lehrmodell.
Verkleinerte Abgüsse des Fischerschen Muskelmanns aus Gips, Bronze oder Zinn erscheinen im Handel und sind als Lehrmittel des 19. Jahrhunderts von eigenhändigen Arbeiten zu unterscheiden. Bleigüsse zeigen graue Patina und weiche Kanten; Korrosion an Blei verlangt Fachrestaurierung. Bei Kruzifixen und Heiligenfiguren aus Kirchen wird die Herkunft geprüft, wie bei allem Kirchengut.
Epochen & Stile
Johann Martin Fischer verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Innere Stadt
Mosesbrunnen am Franziskanerplatz (1798) und Figuren der Josefs- und Leopoldsbrunnen am Graben (1804).
Alsergrund
Hygieia-Brunnen vor dem Josephinum.
Währing
Kreuzigungsgruppe in der Währinger Pfarrkirche (um 1799); Grab am alten Währinger Ortsfriedhof.
Hietzing
Mucius Scaevola im Schönbrunner Schlosspark.
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