Künstler: Phantastischer Realismus
Ernst Fuchs
Maler, Grafiker, Bildhauer, 1930–2015, Wien – Paris – Wien
Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus; Radierungen, Mischtechnik nach alten Meistern, Museum in der Otto-Wagner-Villa.
Geboren 1930 in Wien, studierte Ernst Fuchs ab 1946 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Albert Paris Gütersloh. Mit Arik Brauer, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Anton Lehmden bildete er den Kern der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. 1950–1961 lebte er überwiegend in Paris. 1972 erwarb er die Otto-Wagner-Villa I in Hütteldorf, die er restaurierte und 1988 als Ernst-Fuchs-Museum eröffnete. Fuchs starb 2015 in Wien.
Fuchs malte in einer altmeisterlichen Misch- und Lasurtechnik religiöse, mythologische und visionäre Themen: Moses, Christus, Sphingen, Engel und Frauengestalten mit ornamentaler Pracht. Sein grafisches Werk ist umfangreich, vor allem Radierungen und Kupferstiche, daneben Lithografien und Serigrafien. Er schuf Skulpturen in Bronze, Schmuck und Bühnenbilder, etwa für die „Zauberflöte“. Viele Motive erschienen in Varianten und Folgeauflagen. Seine Kupferstiche zeigen feinste Linien, die er mit dem Grabstichel schnitt.
Radierungen signierte er mit Bleistift „Ernst Fuchs“ oder „Fuchs“ und nummerierte sie; Probedrucke tragen Vermerke wie „e. a.“. Wegen der Menge an Reproduktionen, Offsetdrucken und Postern ist die Technik genau zu prüfen: Eine Radierung zeigt Plattenrand und Prägung, ein Offsetdruck ein Raster. Bronzen tragen Gießereistempel und Nummer. Gemälde verlangen lückenlose Herkunft und Abgleich mit Katalogen.
Epochen & Stile
Ernst Fuchs verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Phantastischer Realismus
- Arik Brauer1929–2021
- Rudolf Hausner1914–1995
- Wolfgang Hutter1928–2014
- Fritz Janschka1919–2016
- Leherb1933–1997
- Anton Lehmden1929–2018
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