Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Epoche

Feministische Avantgarde

Kunstbewegung, um 1968–1985

Künstlerinnen der 1970er-Jahre, die mit Körper, Fotografie und Performance Rollenbilder angriffen – in Wien mit VALIE EXPORT, Jürgenssen und Bertlmann.

Ab Ende der 1960er-Jahre arbeiteten Künstlerinnen in Europa und den USA mit Performance, Fotografie, Film und Video, um weibliche Rollenbilder, Körper und Sexualität neu zu verhandeln. VALIE EXPORT führte 1968 in Wien und anderen Städten das „Tapp- und Tastkino“ vor. Sie kuratierte 1975 in der Galerie nächst St. Stephan die Ausstellung „MAGNA. Feminismus: Kunst und Kreativität“. Den Begriff „Feministische Avantgarde“ prägte die Kuratorin Gabriele Schor für die Sammlung Verbund.

Die Werke nutzen Selbstinszenierung vor der Kamera, Verkleidung, Fotoserien, Fotocollage, Zeichnung und Objekt. Hausarbeit, Schönheitsnormen, Mutterschaft und Gewalt sind Themen. Birgit Jürgenssen band sich 1975 eine Küche als Schürze um, Renate Bertlmann arbeitete mit Latex und Schnullern, Florentina Pakosta mit grotesken Männerporträts. International gehören Cindy Sherman, Francesca Woodman, Hannah Wilke, Ana Mendieta, Martha Wilson und Ulrike Rosenbach dazu. Schwarz-Weiß-Fotografie und Silbergelatineabzüge dominieren. VALIE EXPORT trat 1968 mit der Aktion „Genitalpanik“ auf.

Die Sammlung Verbund präsentiert Werke der Feministischen Avantgarde in der Vertikalen Galerie in der Verbund-Zentrale Am Hof. Renate Bertlmann gestaltete 2019 als erste Künstlerin allein den österreichischen Pavillon auf der Biennale in Venedig. Im Wiener Handel sind Vintage-Fotografien, Zeichnungen, Collagen und Editionen von VALIE EXPORT, Jürgenssen, Bertlmann, Pakosta und Marianne Maderna gefragt. Die Sammlung Verbund wurde 2004 gegründet und zeigt ihre Bestände international in Wanderausstellungen.

Fotografische Arbeiten existieren als Vintage-Abzüge der 1970er-Jahre und als spätere Abzüge, häufig vom Nachlass autorisiert; Papier, Stempel, Nummerierung und Signatur unterscheiden sie. Das Estate Birgit Jürgenssen dokumentiert ihre Arbeiten. Fotokopien und Offsetreproduktionen aus Katalogen werden gelegentlich als Originale angeboten. Bei Video- und Filmarbeiten sind Editionen auf Datenträger mit Zertifikat üblich; Originalbänder sind selten.

Woran man es erkennt

  • Selbstinszenierung vor der Kamera
  • Fotoserien und Fotocollage
  • Performance, Film und Video
  • Körper, Rolle und Hausarbeit als Themen
  • Latex und Alltagsmaterial
  • Schwarz-Weiß-Silbergelatineabzüge
  • Verkleidung und Maskerade
  • Vintage-Abzüge der 1970er-Jahre

Künstler

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.