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Künstler: Konzept, Installation & Lichtkunst

Brigitte Kowanz

Lichtkünstlerin, 1957–2022, Wien

Wiener Lichtkünstlerin: Neon, Spiegel und Morsecode, Lichtgeschwindigkeit als Thema; 2017 mit Erwin Wurm im österreichischen Pavillon in Venedig.

Die 1957 in Wien geborene Brigitte Kowanz studierte an der Hochschule für angewandte Kunst Wien und schloss 1980 ab. 1979–1984 arbeitete sie mit Franz Graf an Papier- und Leinwandarbeiten mit phosphoreszierenden und fluoreszierenden Pigmenten. 1984 war sie im Aperto der Biennale von Venedig vertreten, 1987 in São Paulo, 1990 in Sydney. 1997–2021 lehrte sie als Professorin für transmediale Kunst an der Angewandten. 2017 bespielte sie mit Erwin Wurm den österreichischen Pavillon in Venedig. Sie starb 2022 in Wien.

Ab 1984 entstanden Lichtobjekte aus Flaschen, Leuchtstoffröhren und fluoreszierender Farbe. Ab 1989 thematisierte sie die Lichtgeschwindigkeit: Neonziffern zeigen die Zeit, die Licht für die Länge der Ziffer braucht. Ab 1995 verwendete sie regelmäßig Morsecode, übersetzt in Neonlinien. Spätere Arbeiten verbinden Neon mit halbdurchlässigem Glas und Spiegeln zu unendlich scheinenden Räumen. In Wien schuf sie Lichtarbeiten unter anderem für das Dorotheum, die Post am Rochus und das Parlament.

Lichtobjekte werden mit Zertifikat geliefert; Transformator, Röhren und Verkabelung müssen funktionieren, Ersatzröhren nach Vorgabe der Künstlerin sind üblich. Spiegelobjekte sind auf Kratzer und Ablösungen der Beschichtung zu prüfen. Die frühen Pigmentarbeiten mit Franz Graf sind von späteren Lichtobjekten zu unterscheiden. Herkunft aus Galerien wie Krinzinger oder Häusler stützt die Zuschreibung.

Epochen & Stile

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