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Künstler: Bildhauerei der Moderne

Anton Hanak

Bildhauer, Lehrer, 1875–1934, Brünn – Wien

Hellmer-Schüler und prägender Lehrer der Wiener Bildhauerei; „Der brennende Mensch“ (1922), Kriegerdenkmal am Zentralfriedhof und Entwürfe für Ankara.

Anton Hanak kam 1889 nach Wien, lernte Schnitzen, Bildhauerei und Modellbau und studierte bei Edmund Hellmer an der Akademie. Er lehrte an der Kunstgewerbeschule und ab 1932 als Professor an der Akademie. Seine Klasse prägte die nächste Generation: Fritz Wotruba (1926–1928), Heinz Leinfellner, Franz Hagenauer, Jakob Adlhart, Lotte Calm und Ena Rottenberg lernten bei ihm. Hanak starb 1934 in Wien und liegt in einem ehrenhalber gewidmeten Grab am Hietzinger Friedhof.

Hanaks Skulpturen verbinden Pathos und Symbolik mit kräftig modellierten Körpern: „Der brennende Mensch“ (1922), die Büste Victor Adlers für das Republikdenkmal und das Kriegerdenkmal „Schmerzensmutter“ am Zentralfriedhof (1925). Für Ankara entwarf er ab 1931 Skulpturen für das Emniyet-Denkmal, die Josef Thorak bis 1936 vollendete. Mit Robert Oerley und Clemens Holzmeister arbeitete er dort an Bauten. Im Museum Langenzersdorf ist ein Bereich Hanak und seinen Schülern gewidmet.

Hanaks Bronzen tragen meist eine Signatur und, bei zeitgenössischen Güssen, einen Gießerstempel; posthume Güsse sind als solche zu kennzeichnen. Gipsmodelle sind häufig im Besitz von Museen. Zeichnungen und Studien in Kohle und Kreide werden auch einzeln gehandelt. Arbeiten seiner Schüler aus der Klasse sind von eigenhändigen Werken sorgfältig zu unterscheiden.

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