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Künstler: Bronzen & Art déco

Carl Kauba

Bildhauer, Ziseleur, 1865–1922, Wien – Wien

Wiener Bildhauer kalt bemalter Kleinbronzen; Cowboys, Indianer und Tierbronzen vor allem für den amerikanischen Markt.

Carl Kauba lernte das Ziselieren, besuchte die Fachschule für Ziseleure und Bronzearbeiter und studierte 1892/93 bei Karl Waschmann an der Wiener Kunstgewerbeschule. 1897 zeigte er im Künstlerhaus die Büste „Pallas“ in roter und gelber Bronze. Er war Mitglied des Radfahrclubs des Künstlerhauses. Seine Ausbildung als Ziseleur zeigt sich in der genauen Oberflächenbearbeitung seiner Figuren, besonders an Gesichtern, Fellen und Sattelzeug. Kauba starb 1922 in Wien.

Kauba modellierte Cowboys, Indianer und Szenen aus dem amerikanischen Westen, die großteils für den Markt in den Vereinigten Staaten bestimmt waren, dazu Tierbronzen und Ehrenpreise. Im Musée du Nouveau Monde in La Rochelle stehen „Cow-boy trainiert ein Pferd ‚Bronco‘“ und „Der Indianerritt“ (um 1910). Das Heeresgeschichtliche Museum besitzt einen Ehrenpreis von 1911, eine Figurengruppe Anton Lehárs und eine Reiterstatuette Franz Josephs aus Alpaka und Mahagoni (1908).

Kaubas Bronzen sind meist signiert; einige Modelle erschienen unter dem Namen „T. Curts“. Die kalte Bemalung ist empfindlich, Übermalungen und neu aufgetragene Farbe mindern den Wert. Weil seine Westernthemen sehr gefragt sind, gibt es zahlreiche Nachgüsse mit nachgeahmter Signatur; dünne Bemalung, grobe Ziselierung und fehlende Gießerspuren sind Warnzeichen. Bergman und andere Wiener Gießereien fertigten ähnliche Themen; die Signatur ist daher entscheidend.

Epochen & Stile

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