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Skulpturen & Plastiken im 8. Bezirk, 1080 Wien

Skulpturen in der Josefstadt: Piaristenplatz bis Strozzigrund

Mariensäule am Piaristenplatz, Volkskundemuseum im Palais Schönborn: In der kaum kriegszerstörten Josefstadt blieben Figuren oft jahrzehntelang am selben Platz.

Lange Gasse, Piaristengasse und Lenaugasse säumen Biedermeier- und Gründerzeithäuser, deren Wohnungen oft drei bis fünf Räume, Kachelöfen und Doppelflügeltüren haben. Da die Josefstadt den Zweiten Weltkrieg mit geringeren Schäden als andere Bezirke überstand, stehen Büsten, Holzfiguren und Bronzen hier oft seit Generationen in derselben Wohnung. In Gelehrten- und Juristenhaushalten nahe Universität und Landesgericht finden sich Porträtbüsten von Familienmitgliedern, Gipsabgüsse antiker Köpfe und Reliefs, die als Wandschmuck neben Bücherkästen hängen.

Die Mariensäule auf dem Piaristenplatz und die Piaristenkirche Maria Treu, nach Plänen Johann Lukas von Hildebrandts ab 1716 gebaut, stehen für die barocke Schicht des Bezirks. Das Palais Schönborn in der Laudongasse beherbergt das Volkskundemuseum, die wichtigste Wiener Vergleichssammlung für geschnitzte Volkskunst, Krippenfiguren und bäuerliche Heiligenfiguren aus dem Alpenraum. Josef Kornhäusels Theaterbau von 1822 gehört zum Klassizismus; Alabaster- und Marmorfiguren dieser Jahrzehnte zählen in Josefstädter Bürgerhäusern zu den häufigen Funden.

Kastenfenster und Parkett sind in vielen Josefstädter Wohnungen original erhalten; schwere Stücke heben wir deshalb auf Decken, statt sie zu schieben. Fotografieren Sie bei Holzfiguren auch Rückseite und Standfläche, bei Marmor die Ränder, an denen Ausbrüche und Kittungen sichtbar werden. Bei sakralen Figuren fragen wir nach der Herkunft, um Kirchengut auszuschließen. Die Besichtigung zwischen Alser Straße und Lerchenfelder Straße kostet Sie nichts.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Klassizistische Alabaster- und Marmorfiguren – Bürgerhäuser der Zeit um 1820–1840
  • Geschnitzte Heiligenfiguren aus dem Alpenraum – Vergleichssammlung im Volkskundemuseum
  • Porträtbüsten und Gipsabgüsse – Gelehrten- und Juristenhaushalte nahe Universität und Landesgericht

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

159

Manufakturen & Marken

9

Epochen & Stile

41

Materialien, Techniken & Punzen

18

Fragen zu Skulpturen & Plastiken

Kaufen Sie auch große Gartenfiguren?

Ja, wenn Material, Alter und Ausführung stimmen. Sandsteinfiguren des 18. und 19. Jahrhunderts, Steinguss und Bleifiguren werden nach Besichtigung bewertet; Abbau und Transport werden vorab geplant.

Ich habe eine Figur mit Elfenbeinteilen – darf ich sie verkaufen?

Seit 2022 gelten in der EU strenge Regeln für den Handel mit Elfenbein. Ein Ankauf ist nur möglich, wenn eine gesetzliche Ausnahme greift und die nötigen Nachweise vorliegen. Schicken Sie Fotos und vorhandene Unterlagen, dann wird der Einzelfall geprüft.

Sind Gipsmodelle etwas wert?

Gipsmodelle bekannter Bildhauer, besonders Entwürfe zu Denkmälern und Atelierabgüsse mit Herkunft, werden gesammelt. Anonyme Abgüsse nach antiken Vorbildern haben meist dekorativen Wert. Gips ist bruchempfindlich und wird beim Transport besonders geschützt.

Wie wird eine schwere Skulptur abgeholt?

Vor der Abholung werden Gewicht, Maße und Zugang geprüft, etwa Stiegen, Aufzug und Türbreiten. Steinfiguren und große Bronzen werden gepolstert und gesichert transportiert.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.