Künstler: Medaillenkunst
Stefan Schwartz
Medailleur, Bildhauer, Lehrer, 1851–1924, Neutra – Raabs an der Thaya
Lehrer an der Kunstgewerbeschule ab 1876; Kaiserporträt auf den Kronenmünzen und Lehrer von Arnold Hartig und Heinrich Kautsch.
Stefan Schwartz, Sohn eines Tischlers aus Neutra, war zunächst für den Priesterberuf bestimmt, arbeitete dann in einer Metallwarenfabrik in Pest und lernte in Wien das Ziselieren. 1869–1874 studierte er an der Kunstgewerbeschule bei Otto König. 1876 wurde er auf Empfehlung Rudolf Eitelbergers Lehrer, 1884 Professor an der Kunstgewerbeschule. Zu seinen Schülern zählten Arnold Hartig und Heinrich Kautsch. Er starb 1924 in Raabs an der Thaya.
Schwartz schuf Gedenkmedaillen, etwa für die Jubiläums-Gewerbeausstellung 1888 und die Budapester Landesausstellung, und Bildnismedaillen auf Zeitgenossen und historische Persönlichkeiten. Von ihm stammt das signierte Kaiserbildnis auf österreichischen Kronenmünzen in Silber und Gold. Als Bildhauer schuf er „Adventus Augusti“ am Michaelertrakt der Hofburg, eine Herme für das Parlament, Ritterstatuen für die Neue Burg, das Schenkl-Denkmal im Arkadenhof der Universität und das Grabmal Eitelbergers am Zentralfriedhof.
Schwartz-Medaillen sind im Feld oder am Rand signiert und über Medaillenkataloge der Zeit zu bestimmen. Bei Kronenmünzen mit seinem Porträt bestimmen Jahrgang, Prägezahl und Erhaltung den Wert; Gold- und Silbermünzen werden zusätzlich nach Gewicht beurteilt. Gussmedaillen und Treibarbeiten sind selten. Gereinigte oder polierte Stücke verlieren an Wert, auch bei geringer Prägezahl.
Epochen & Stile
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Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Medaillenkunst
- Michael Blümelhuber1865–1936
- Joseph Daniel Böhm1794–1865
- Arnold Hartig1878–1972
- Heinrich Kautsch1859–1943
- Rudolf Marschall1873–1967
- Richard Placht1880–1962
- Anton Scharff1845–1903
- Josef Tautenhayn1837–1911
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