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Skulpturen & Plastiken im 9. Bezirk, 1090 Wien

Skulpturen verkaufen am Alsergrund: Rossau, Josephinum, Berggasse

Giulianis Figuren für das Gartenpalais Liechtenstein, Fischers Hygieia vor dem Josephinum, Ries’ Atelier in der Rossau: Der Alsergrund hat eine dichte Bildhauergeschichte.

Wer in der Liechtensteinstraße, an der Währinger Straße oder in der Berggasse eine großbürgerliche Wohnung hatte, nutzte sie oft zugleich als Ordination. Neben Büchern und Instrumenten standen dort Porträtbüsten, Bronzen mit allegorischen oder medizinischen Motiven und Gipsabgüsse antiker Köpfe. Anatomische Modelle aus Wachs oder Gips gehören zu den Lehrmitteln, werden aber oft gemeinsam mit Plastik angeboten. In Lichtental und am Himmelpfortgrund, wo kleinere Altbauwohnungen überwiegen, finden sich Heiligenfiguren, Biskuitporzellan und Kleinplastik aus Familienbesitz.

Giovanni Giuliani arbeitete für das Gartenpalais Liechtenstein, Johann Martin Fischer schuf den Hygieia-Brunnen vor dem Josephinum. Um 1906 stellte der Fürst Liechtenstein der Bildhauerin Teresa Feodorowna Ries Arbeitsräume neben seiner Galerie zur Verfügung; Josef Müllner gestaltete 1910 den Schubertbrunnen am Geburtshaus in der Nußdorfer Straße. In der Rossau produzierte zwischen 1718 und 1864 die Wiener Porzellanmanufaktur, die Porzellangasse trägt davon den Namen – Porzellanfiguren mit Bindenschild zählen zur Kleinplastik.

Ordinationswohnungen werden oft innerhalb weniger Wochen aufgelöst; mit Fotos vorab trennen wir bei der Besichtigung Plastik, Lehrmittel und Instrumente. Gehörte eine Figur vor 1938 einer jüdischen Familie oder kam sie danach in den Haushalt, klären wir ihre Provenienz. Gipsabgüsse sind an Nasen und Fingern empfindlich, verpacken Sie sie bitte nicht selbst. Die übrigen Sachen holt auf Wunsch die Schwesterseite entruempelung-danube.at ab.

Was in Alsergrund häufig auftaucht

  • Porträtbüsten und allegorische Bronzen – Ärzte- und Professorenhaushalte mit Ordination
  • Porzellanfiguren mit Bindenschild – Wiener Porzellanmanufaktur in der Rossau 1718–1864
  • Gipsabgüsse antiker Köpfe – Bildungsbürgertum im Universitätsviertel
  • Heiligenfiguren und Biskuitporzellan – Altbauwohnungen in Lichtental und am Himmelpfortgrund

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 9. Bezirk.

Künstler

159

Manufakturen & Marken

9

Epochen & Stile

41

Materialien, Techniken & Punzen

18

Fragen zu Skulpturen & Plastiken

Ich habe eine Figur mit Elfenbeinteilen – darf ich sie verkaufen?

Seit 2022 gelten in der EU strenge Regeln für den Handel mit Elfenbein. Ein Ankauf ist nur möglich, wenn eine gesetzliche Ausnahme greift und die nötigen Nachweise vorliegen. Schicken Sie Fotos und vorhandene Unterlagen, dann wird der Einzelfall geprüft.

Sind Gipsmodelle etwas wert?

Gipsmodelle bekannter Bildhauer, besonders Entwürfe zu Denkmälern und Atelierabgüsse mit Herkunft, werden gesammelt. Anonyme Abgüsse nach antiken Vorbildern haben meist dekorativen Wert. Gips ist bruchempfindlich und wird beim Transport besonders geschützt.

Wie wird eine schwere Skulptur abgeholt?

Vor der Abholung werden Gewicht, Maße und Zugang geprüft, etwa Stiegen, Aufzug und Türbreiten. Steinfiguren und große Bronzen werden gepolstert und gesichert transportiert.

Wie unterscheide ich Bronze von Zinkguss?

Zinkguss ist leichter und klingt beim Anklopfen dumpf, Bronze ist schwerer und heller im Klang. An Kratzern zeigt Zinkguss ein grausilbriges Metall, Bronze ein goldbraunes. Ein Magnet hilft nicht, da beide nicht magnetisch sind.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.