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Künstler: Bildhauerei der Moderne

Karl Prantl

Bildhauer, 1923–2010, Pöttsching – Pöttsching

Gründer des Symposions Europäischer Bildhauer in St. Margarethen (1959); „Steine zur Meditation“ aus Granit und Marmor.

Karl Prantl studierte 1946–1952 Malerei an der Wiener Akademie bei Albert Paris Gütersloh und brachte sich ab etwa 1950 die Bildhauerei selbst bei. 1953 zog er nach Wien, 1958 arbeitete er in einem Gewölbe der Stadtbahn am Donaukanal, ab 1965 in einem Atelier in den Bauten der Weltausstellung von 1873 im Prater. 1978 kehrte er nach Pöttsching zurück. 2008 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis. Er starb 2010 in Pöttsching.

1959 veranstaltete Prantl im Steinbruch St. Margarethen das erste Symposion Europäischer Bildhauer, bei dem elf Künstler aus acht Ländern im Freien arbeiteten; das Modell verbreitete sich in ganz Europa. Seine Steine sind geschliffen, poliert und mit Rillen, Mulden und Buckeln bearbeitet, die zum Berühren auffordern. Bekannt sind der „Stein für Josef Matthias Hauer“ (1963–1965) in St. Margarethen und Werke in Gießen und Nürnberg. 1986 hatte er eine Einzelausstellung auf der Biennale von Venedig.

Prantls Werke sind meist Unikate in Stein und ohne Signatur; die Herkunft ist über Ausstellungen, Fotos und den Nachlass zu belegen. Kleinere Steine für Innenräume kamen in Privatbesitz. Gewicht und Transport sind bei der Bewertung zu berücksichtigen. Ähnliche Arbeiten anderer Symposionsteilnehmer sind nur über Provenienz und Bearbeitungsspuren sicher zu unterscheiden.

Epochen & Stile

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