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Künstler: Internationale Kunst nach 1945

Joseph Beuys

Bildhauer, Aktionskünstler, Zeichner, 1921–1986, Krefeld – Kleve – Düsseldorf

Deutscher Bildhauer und Aktionskünstler des „erweiterten Kunstbegriffs“; Filz und Fett, „7000 Eichen“, rund 600 Multiples in Auflagen.

Joseph Beuys, 1921 in Krefeld geboren und in Kleve aufgewachsen, war im Zweiten Weltkrieg Bordfunker der Luftwaffe. Ab 1946 studierte er Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er 1961 Professor wurde; 1972 wurde er entlassen, nachdem er abgewiesene Bewerber in seine Klasse aufgenommen hatte. In den 1960er Jahren stand er Fluxus nahe. Mit dem „erweiterten Kunstbegriff“ und der Idee der „sozialen Plastik“ verband er Kunst mit Politik und Ökologie. Er starb 1986 in Düsseldorf.

Beuys arbeitete mit Filz, Fett, Honig, Kupfer und Wachs als Energieträgern und führte Aktionen durch, etwa „wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt“ (1965). Für die documenta 7 1982 begann er „7000 Eichen“ in Kassel. Ein großer Teil seines Werks besteht aus Multiples, rund 600 Editionen, darunter „Intuition“ (1968), ein Holzkasten mit Bleistiftlinien, der „Filzanzug“ (1970) und die „Capri-Batterie“ (1985). Verleger waren unter anderem Edition Staeck, René Block und Jörg Schellmann.

Das Werkverzeichnis der Multiples von Jörg Schellmann ist die Referenz für Auflage, Material und Signatur. Viele Multiples tragen Bleistiftsignatur, Stempel wie „FIU“ oder „Hauptstrom“ oder sind gestempelt statt signiert. Weil Materialien wie Filz, Fett und Schokolade altern, sind Zustand und Vollständigkeit wichtig. Signierte Plakate und Postkarten sind häufig, ebenso Fälschungen von Signaturen; Herkunft und Abgleich mit dem Werkverzeichnis entscheiden.

Epochen & Stile

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