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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Honoré Daumier

Karikaturist, Maler, Bildhauer, 1808–1879, Marseille – Paris – Valmondois

Französischer Karikaturist mit rund 4.000 Lithografien für „La Caricature“ und „Le Charivari“, im Grafikhandel häufig anzutreffen.

Honoré Daumier wurde 1808 in Marseille geboren und kam als Kind nach Paris, wo er die Lithografie erlernte. Für die Zeitschriften „La Caricature“ und „Le Charivari“ zeichnete er politische und gesellschaftliche Karikaturen. Wegen einer Karikatur König Louis-Philippes als Gargantua wurde er 1832 zu sechs Monaten Haft verurteilt. Erblindend lebte er zuletzt in Valmondois, wo er 1879 starb. Er war Sohn eines Glasers.

Daumier schuf rund 4.000 Lithografien: Juristen, Ärzte, Bürger, Abgeordnete, Theaterbesucher, Reisende in der Eisenbahn. Daneben entstanden etwa 1.000 Holzstichvorlagen, Gemälde von Wäscherinnen, Don Quijote und Theaterpublikum sowie kleine Tonbüsten von Parlamentariern, die posthum in Bronze gegossen wurden. Seine Malerei war zu Lebzeiten kaum bekannt. Seine Lithografien entstanden mit Kreide auf Stein und erschienen über Jahrzehnte fortlaufend in den Pariser Zeitschriften.

Bei Daumiers Lithografien unterscheidet man Probedrucke vor der Schrift auf weißem Papier, seltene Abzüge mit Text und die Zeitungsausgaben, bei denen Text auf der Rückseite durchscheint. Letztere sind am häufigsten und im Handel gut verbreitet. Das Werkverzeichnis von Loys Delteil gibt Nummern und Zustände an. Bronzen der Parlamentarierbüsten stammen aus posthumen Güssen.

Epochen & Stile

Ebenfalls: Internationale Malerei 19. Jh.

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