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Material: Metall & Bronze

Zinkguss

Preiswerter Ersatz für Bronze, ab den 1830er-Jahren für Figuren, Uhren und Leuchter verwendet und meist bronziert oder vergoldet.

Zinkguss, in Österreich auch Spiauter genannt, entstand als preiswerte Alternative zur Bronze. Ab den 1830er-Jahren entwickelte Moritz Geiß in Berlin den Kunstguss in Zink, Frankreich produzierte unter dem Namen régule große Mengen an Figuren, Uhrengehäusen, Leuchtern und Tafelaufsätzen. Die Güsse wurden bronziert, patiniert, vergoldet oder bemalt. Im Art déco entstanden Tänzerinnen und Tierfiguren aus Zinkguss auf Marmorsockeln, oft mit Gesichtern und Händen aus Elfenbeinimitat.

Zinkguss ist leichter als Bronze und zeigt an Kratzern auf der Unterseite ein graues, bläuliches Metall statt goldbrauner Farbe. Er ist spröde und bricht eher, als dass er sich verbiegt. Korrosion bildet weiße, pulvrige Ausblühungen. Ein Magnet haftet nicht, weshalb der Kratzer an verdeckter Stelle das entscheidende Merkmal bleibt. Beim Anschlagen klingt Zinkguss dumpfer. Bei Spielzeug aus Zinkdruckguss tritt Zinkpest auf, ein Zerfall, der Risse und Verformungen verursacht.

Zinkguss wird deutlich niedriger bewertet als Bronze, wobei gute Modelle des Historismus und des Art déco Sammler finden. Gebrochene Teile lassen sich schwer reparieren, weil Zink sich nicht wie Bronze löten lässt. Viele Kaminuhren und Leuchter des 19. Jahrhunderts bestehen aus vergoldetem oder bronziertem Zinkguss.

So prüfen Sie es

  • geringeres Gewicht als Bronze
  • graues Metall an Kratzern
  • spröde Bruchstellen
  • weiße Korrosionsausblühungen
  • dumpfer Klang

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.