Balthasar Ferdinand Moll lernte bei seinem Vater, dem Innsbrucker Holzschnitzer Nikolaus Moll, und studierte an der Wiener Akademie bei Matthäus Donner, wo er ab 1741 nachweisbar ist und 1745 die Goldmedaille gewann. 1751–1765 unterrichtete er dort Bildhauerei. Er arbeitete vor allem für den Hof Maria Theresias und über Jahrzehnte für die Gruft der kaiserlichen Familie. Moll starb 1785 in Wien.
Bekannt sind seine rund zwanzig Rokoko-Sarkophage in der Kapuzinergruft aus Blei, Zinn und Bronze, darunter der Sarkophag der Erzherzogin Maria Karolina (1748) und der Doppelsarkophag für Maria Theresia und Franz I. Stephan (1753/54) mit Totenköpfen, Wappen, Reliefs und der Figurengruppe des Kaiserpaares auf dem Deckel. Er überarbeitete auch die Sarkophage Karls VI., Elisabeth Christines und Josephs I. Das Reiterstandbild Franz Stephans von 1781 steht heute im Burggarten. Für die Triumphpforte in Innsbruck führte er 1774 Reliefs in Marmor aus.
Molls Großwerke sind ortsgebunden. Im Handel erscheinen Zinn- und Bleireliefs, Modelle, Porträtmedaillons und Stiche der Kapuzinergruft, außerdem spätere Abgüsse. Zinnobjekte des 18. Jahrhunderts zeigen eine graue, matte Oberfläche und können Zinnpest aufweisen, die zu Pulverisierung führt und Fachrestaurierung braucht. Stiche und Lithografien der Gruft zeigen den Zustand vor späteren Restaurierungen. Sakrale Gegenstände werden auf ihre Herkunft geprüft.
Balthasar Ferdinand Moll verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Bildhauerei Barock & Klassizismus
- Johann Christian Wilhelm Beyer1725–1796
- Antonio Canova1757–1822
- Georg Raphael Donner1693–1741
- Johann Martin Fischer1740–1820
- Giovanni Giuliani1664–1744
- Johann Baptist Hagenauer1732–1810
- Lorenzo Mattielli1687–1748
- Franz Xaver Messerschmidt1736–1783
- Balthasar Permoser1651–1732
- Matthias Steinlum 1644–1727
- Paul Strudelum 1648–1708
- Franz Anton Zauner1746–1822
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